Auszubildender bei „technotrans“ mit besonderem Erfolg
Marco holt den Landestitel

Sassenberg -

Marco Laumann ist schon immer ein Bastler und Tüftler gewesen. Früher hat er sein Kettcar „aufgepeppt“, heute befasst er sich als Mechatroniker für Anlagenbau mit anderen Dingen. Jetzt hat der Füchtorfer in seinem Auszubildenden-Jahrgang eine ganz besondere Auszeichnung gewonnen.

Donnerstag, 05.11.2020, 17:55 Uhr aktualisiert: 05.11.2020, 18:06 Uhr
Wenn er an Kühlsystemen herumtüfteln darf, fühlt sich Marco Laumann in
Wenn er an Kühlsystemen herumtüfteln darf, fühlt sich Marco Laumann in Foto: Christopher Irmler

Ein wahrer Tüftler und Bastler ist Marco Laumann offensichtlich schon immergewesen. So erinnert sich der heute 20-Jährige gerne an seine Kindheit und sein Kettcar, das er kurzerhand mit Blinker, Hupe und Radio ausstattete.

„Dass es etwas handwerkliches wird, stand eigentlich schon in der dritten Klasse fest“, schmunzelt der Füchtorfer. Mittlerweile geht es jedoch nicht mehr um das spezielle Fahrzeugtuning, sondern komplexere Zusammenhänge. Marco Laumann ist Mechatroniker für Anlagenbau, früher als Kälteanlagenbauer bekannt, bei der technotrans SE – und das mit gleich doppelter Auszeichnung.

Zunächst schloss der junge Mann seine dreijährige Ausbildung im Januar dieses Jahres als Innungsbester der Handwerkskammer Münster ab – mit einer Gesamtwertung von 91,5 Prozent. Es folgte der Sieg im Wettbewerb der Innungsbesten auf Landesebene. „Es war leider Corona-bedingt anders als sonst“, bedauert Laumann.

Die ihm und den anderen Teilnehmern gestellte Aufgabe hatte es wie immer in sich. Ein Kühlhaus-Modell mit Wärmerückgewinnung sollte konstruiert werden. „Was man letztendlich baut, erfährt man erst vor Ort. Man kann zwar abschätzen, was es wird, aber man weiß es eben nicht“, verweist der Ausgezeichnete auf die vorab zugestellte Materialliste und den in Teilen vorliegenden Schaltplan.

Am ersten Tag erfolgte der Bau der Anlage, am zweiten deren Inbetriebnahme. Nach der Fehlersuche an anderen Anlagen und einem Fachgespräch hatte es Marco Laumann geschafft.

Nach seinem Sieg auf Landesebene erhielt er folgerichtig eine Einladung zum Bundeswettbewerb. Doch bei aller Vorfreude verzichtete Laumann freiwillig auf den besonderen Wettstreit. Er möchte in Corona-Zeiten nicht reisen – der Wettbewerb findet im thüringischen Harztor statt. Zudem befürchtet er, zu viel zu verpassen. Schließlich begann er kürzlich eine zweite Ausbildung in „seiner“ Firma: Er möchte zusätzlich zum bereits Erreichten Elektroniker für Betriebstechnik werden. Ein Mechatroniker für Kältetechnik dürfe nicht an die Elektrik, erklärt Laumann. „Nach der Lehre könnte ich beide Bereiche abdecken.“

Und was soll danach folgen? Noch lässt er diese Frage offen. Tina Wegmeth, Ausbildungsleiterin bei der technotrans SE, hätte da schon eine Idee. Sie bringt den Außendienst des Unternehmens ins Spiel.

Abwechslungsreich dürften die Aufgaben in jedem Fall bleiben. Schließlich, so berichtet Wegmeth, habe sich das Unternehmen vor rund zehn Jahren breiter aufgestellt.

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