Blutspende unter Corona-Bedingungen
DRK setzt auf neues Konzept

Füchtorf -

Mit einem rundum überarbeiteten Konzept bat das Rote Kreuz am Freitag zur Blutspende. Die örtliche Grundschule als Standort sei in der sich zuspitzenden Corona-Lage nicht mehr angemessen, so der Blutspendebeautragte Thomas Kunstleve. Stattdessen richteten sich DRK-Blutspendedienst und DRK-Ortsverein in der neuen Turnhalle ein.

Sonntag, 22.11.2020, 14:10 Uhr
Ein wenig Geduld mussten die Spender am Freitag in der Turnhalle aufbringen. Bedingt durch die Corona-Pandemie wurde bei allen Fieber gemessen, anschließend galten die Abstandsregeln.
Ein wenig Geduld mussten die Spender am Freitag in der Turnhalle aufbringen. Bedingt durch die Corona-Pandemie wurde bei allen Fieber gemessen, anschließend galten die Abstandsregeln. Foto: Christopher Irmler

Mit einem rundum überarbeiteten Konzept bat das Rote Kreuz am Freitag zur Blutspende. Die örtliche Grundschule als Standort sei in der sich zuspitzenden Corona-Lage nicht mehr angemessen, so der Blutspendebeautragte Thomas Kunstleve. Stattdessen richteten sich DRK-Blutspendedienst und DRK-Ortsverein in der neuen Turnhalle ein.

Im Vorfeld hatten sich die Spender per App angemeldet und entsprechend einen Termin zugewiesen bekommen, um ungewollte Menschenansammlungen zu vermeiden.

Noch hakte dieses System ein wenig, wie Kunstleve feststellen musste. So mussten die Blutspender mitunter eine Viertelstunde warten. Grundsätzlich werde man jedoch am neuen Konzept festhalten und bei der Organisation nachbessern. Und

 

 

 

 

auch weniger technikaffine Spender seien willkommen. So waren fünf Liegen für angemeldete Spender reserviert, weitere drei für Menschen ohne Termin.

Vor dem Zutritt stand zunächst für alle das Fiebermessen auf der Agenda. Anschließend verlief die Blutspende fast wie gewohnt – mit Ausnahme der deutlich größeren Abstände zueinander. Dass auf ein Einbahnstraßensystem mit separatem Ein- und Ausgang gesetzt wurde, um Kontakte zu minimieren, dürfte vielen Blutspendern aus dem Alltag in Corona-Zeiten bereits vertraut gewesen sein.

Und auch auf den traditionellen Imbiss nach der Spende musste verzichtet werden. Stattdessen hatten die Aktiven Lunchpakete gepackt, die beim Verlassen der Halle ausgehändigt wurden.

Insgesamt, so berichtet Kunstleve, seien die Reaktionen verständnisvoll. „Manche Menschen haben Angst, jetzt Blut zu spenden“, berichtet er. „Viele fragen mich auch nach dem Sinn. Es fänden doch kaum noch Operationen statt. Aber das ist falsch. Verkehrsunfälle passieren auch in Corona-Zeiten, Not-Operationen werden auch jetzt durchgeführt. Das Blut wird nach wie vor dringend gebraucht.“

Am Ende dieses ersten Spendetermins seit dem 21. August in Füchtorf dann die positive Bilanz: 151 Menschen spendeten Blut, darunter sechs Erstspender.

Am kommenden Freitag besteht von 16 bis 20 Uhr in der großen Herxfeldhalle die nächste Möglichkeit.

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