Konzept für Stadion im Sportausschuss gefordert
Gegen den Rost an Trainerbänken

Sassenberg -

Wasser zum Beregnen des Platzes ist da. Aber das ist so eisenhaltig, dass es flächig rostet. Das ist ein Zeichen: Im Waldstadion ist viel zu tun.

Donnerstag, 26.11.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 14:27 Uhr
Das Sportlerheim (l.) und das Waldstadion sind Gegenstand eines Antrags gleich vierer Ratsfraktionen. Nicht nur die Aschebahn ist nicht mehr in Schuss.
Das Sportlerheim (l.) und das Waldstadion sind Gegenstand eines Antrags gleich vierer Ratsfraktionen. Nicht nur die Aschebahn ist nicht mehr in Schuss. Foto: Christopher Irmler

Die Sportanlagen des VfL Sassenberg sind in die Jahre gekommen. Dieser Auffassung sind die Ratsfraktionen von Bündnis 90 / Die Grünen, FDP , FWG und SPD. In einem gemeinsamen Schreiben an Bürgermeister Josef Uphoff beantragen sie die Erstellung einer Sportinfrastrukturkonzeptes durch die Stadtverwaltung, wie im Rahmen der letzten Sportausschusssitzung am Dienstag bekannt wurde.

Im Mittelpunkt stehen dabei nicht das Brookstadion mit dem vor sechs Jahren eingeweihten Kunstrasen, sondern das Waldstadion und das Sportlerheim.

Das Waldstadion wurde 1976, im Jahr des 50-jährigen Vereinsbestehens, erbaut. Laut den Antragstellern sei die vorhandene Aschebahn „abgängig“. Sie solle durch eine Tartanbahn ersetzt werden. Auch die Weitsprung- und Kugelstoßanlage müssten restauriert werden. In den Blick nehmen die politisch Verantwortlichen auch die Tribüne der Sportstätte.

Stadion in den Siebzigern gebaut

Optimierungsbedarf bestehe auch in der Bewässerung des Naturrasens. Diese erfolge mithilfe eines Brunnens, der „sehr eisenhaltiges Wasser“ fördere. Die Folge: Rostbildung an den Toren, Trainerbänken und Werbebanden. Die Antragsteller plädieren für die Installation eines Eisenfilters.

Ebenfalls Baujahr 1976 ist das Sportlerheim – einst unter großem Einsatz und Eigenleistungen des Vereins realisiert. Hier sprechen sich die Unterzeichner unter anderem für den Einbau einer Lüftungsanlage und die Sanierung der Duschen im Obergeschoss aus. Bedingt durch die Aufgabe des Sportplatzes im Herxfeld (die WN berichteten) und die Neuanlage eines Kunstrasenplatzes im Brook bestehe zudem ein großerer Bedarf an Umkleideräumen.

Das Sportinfrastrukturkonzept soll in Absprache mit dem VfL Sassenberg und den Sportlehrern der Sassenberger Schulen erstellt werden. Alle involvierten Abteilungen des VfL sollten Schritt für Schritt ihre Bedarfe mitteilen. Anschließend solle ein Plan zur „sukzessiven Sanierung des gesamten Areals“ entwickelt werden.

Zeit für Sanierung Stück für Stück

Konkret soll das Konzept eine Bestandsaufnahme der Ist-Situation enthalten sowie aktuelle und künftige (Raum-)Bedarfe ermitteln. Ferner sehen die Unterzeichner die Erstellung eines ganzheitlichen Baukonzepts mit unterschiedlichen Teilabschnitten, die Überprüfung von Fördermöglichkeiten, eine Priorisierung einzelner Teilabschnitte als fundamentale Bestandteile des Sportinfrastrukturkonzeptes an. Abschließend müsse die mögliche Einbringung von Eigenleistungen durch den VfL geprüft werden.

Im Sportausschuss stieß das Ansinnen auf Zustimmung. Eine Bestandsaufnahme sei zu begrüßen, befand etwa Sandra Brinkmann für die CDU. Auch Sandra Niemerg (FDP) unterstützte das Vorhaben ihrer Fraktion ausdrücklich. Es gelte, über Jahre gut aufgestellt zu sein. „Arbeit gibt es da genug“, machte der Mit-Unterzeichner des Antrags, Karsten Schuckenberg von den Freien Wählern, deutlich. Entsprechend votierten die Ausschussmitglieder einstimmig für die Ausarbeitung eines Sportinfrastrukturkonzepts. Nun ist die Verwaltung gefragt, eins zu erstellen.

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