Rat würdigt ehrenamtlichen Einsatz
1000 Euro für die Hegeringe

Sassenberg/Füchtorf -

Die Hundesteuer für „brauchbare Jagdhunde nach dem Landesjagdgesetz soll in Sassenberg nicht ermäßigt werden. Um das Engagement der Hegeringe zu würdigen sollen diese pro Jahr je 500 Euro erhalten.

Donnerstag, 14.01.2021, 05:11 Uhr aktualisiert: 14.01.2021, 14:10 Uhr
Einer Steuerermäßigung für brauchbare Jagdhunde stimmte der Rat der Stadt Sassenberg nicht zu. Allerdings sollen die Hegeringe Sassenberg und Füchtorf künftig 500 Euro pro Jahr erhalten.
Einer Steuerermäßigung für brauchbare Jagdhunde stimmte der Rat der Stadt Sassenberg nicht zu. Allerdings sollen die Hegeringe Sassenberg und Füchtorf künftig 500 Euro pro Jahr erhalten. Foto: Jocelyn Meyer

Das Engagement der Hegeringe in Sassenberg und Füchtorf soll gewürdigt werden. Darin waren sich die meisten Ratsmitglieder im Grundsatz einig. Nur über das „Wie“ entspann sich in der jüngsten Sitzung, die pandemiebedingt in der Turnhalle stattfand, eine lebhafte Diskussion.

Die drehte sich um den Tatbestand, dass die Hundesteuersatzung der Stadt Sassenberg zurzeit keine Ermäßigung für „brauchbare Jagdhunde im Sinne des Landesjagdgesetz“ vorsieht. Vorausgegangen war ein Antrag des Hegerings Sassenberg, der eben die Ermäßigung wünschte. Dieses Anliegen wurde Anfang Dezember bereits im Hauptausschuss heftig diskutiert und wegen Beratungsbedarfs vertagt.

Zwischenzeitlich liegen die Zahlen aus Sassenberg vor. Laut Bürgermeister Josef Uphoff halten die Sassenberger Hegeringmitglieder insgesamt 28 Jagdhunde. Zudem seien im Jahr 2020 insgesamt 146 Wildunfälle registriert worden. Bei etlichen davon wurden die Jagdhunde zum Aufspüren des verletzten Wildes eingesetzt – und zwar noch am gleichen Abend oder mitten in der Nacht.

Laut Verwaltungsvorlage gab es nun zwei Möglichkeiten. Erstens, die Steuer wird erlassen. Doch dafür fand sich keine Mehrheit. Zweitens: Die Steuer wird um 50 Prozent ermäßigt. Auch dafür gab es bei nur neun Ja-Stimmen keine Mehrheit.

Sven Blüthgen (FDP) regte an, doch jedem Hegering pauschal pro Jahr 500 Euro zukommen zu lassen. Davon hätten dann alle etwas und es gäbe keinen bürokratischen Aufwand.

Breiter Konsens tat sich auf, nicht ohne zu erwähnen, dass auch DRK und Feuerwehr nachts rausführen und auch eine Würdigung erdient hätten.

Kurz vor der eigentlich abschließenden Abstimmung kam jedoch die Frage auf, ob die FDP ihren Vorschlag mit den Hegeringen abgestimmt habe. Da dies nicht der Fall war, sollte eine „Zwangsbeglückung“, wie Uphoff es nannte, verhindert werden. Doch mit zwölf zu elf Stimmen wurde eine erneute Vertagung abgelehnt. Schließlich sprachen sich 17 Ratsmitglieder aus den Reihen von FDP, FWG, SPD und Grünen für den pauschalen Zuschuss aus, der schon dieses Jahr gezahlt werden soll.

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