Füchtorfer Tollitäten gehen in die nächste Session
Prinzessin Lillifee wird Prinz Tim I.

Füchtorf -

Tim Schwinheer legte bei den Füchtorfer Karnevalisten eine steile Karriere hin und avancierte in Rekordzeit von Prinzessin Lillifee zum Prinzen „der Saubermann, der mit Sachsen kann“.

Samstag, 30.01.2021, 05:11 Uhr aktualisiert: 31.01.2021, 11:34 Uhr
Verbringen derzeit viel Zeit im Homeoffice: Tim Schwienheer, Sohn Ben und Ehefrau Denise. Gerne würden sie wieder feiern wie bei der letztjährigen PriPro, als Tim I. die Füchtorfer Narren anführte.
Verbringen derzeit viel Zeit im Homeoffice: Tim Schwienheer, Sohn Ben und Ehefrau Denise. Gerne würden sie wieder feiern wie bei der letztjährigen PriPro, als Tim I. die Füchtorfer Narren anführte. Foto: Christopher Irmler (2)/KFV

Eigentlich würden Tim Schwienheer und seine Frau Denise am heutigen Abend ein letztes Mal als Prinzenpaar in die Narrhalla einziehen und im Rahmen der KFV-Prinzenproklamation ihre närrischen Nachfolger begrüßen. Doch an Saalkarneval ist derzeit nicht zu denken. Im Gespräch mit den WN blickt das Paar auf jene Zeit zurück, als unbeschwertes Feiern noch eine Selbstverständlichkeit war.

Tim I., „der Saubermann, der mit Sachsen kann“, wie Schwienheer in die Chronik der Füchtorfer Karnevalisten eingehen wird, machte eine sehr steile Narren-Karriere. In der Session 2019 verkleidete ihn Ehefrau Denise als Prinzessin Lillifee. Wenig überraschend fiel er damit im Saal auf – und wurde kurzerhand mit einem nie zuvor vergebenen Orden für das beste Kostüm ausgezeichnet. Im Oktober dann die Anfrage, ob er nicht Prinz werden wolle. Vom pinken Festgast zum Hauptdarsteller. „Vorher waren wir gar nicht so beim Saalkarneval dabei“, blickt der Ur-Füchtorfer, der ansonsten Tennis beim SC spielt und dem Stammtisch „Die Saubermänner“ angehört, zurück. Umso größer war die Überraschung bei Tochter Milla (11) und Sohn Ben (8).

Nur drei Personen aus dem Elferrat kennen im Vorfeld den neuen Regenten, wie Tim I. erläutert. Einzig die in Sachsen lebenden Eltern von Ehefrau Denise wurden im Vorfeld außer der Reihe informiert, um ihre pünktliche Anreise ins Münsterland organisieren zu können.

Manche Szene der Vorbereitungen erinnerte an einen Agentenfilm. Die Frauen des Findungsteams waren mit der Prinzessin in spe unterwegs, um ein Kleid auszusuchen. Die Fahrt sollte nach Fahrzeugswechseln nach Bielefeld gehen, um das Geheimnis zu wahren. „Wir mussten ja irgendwie anonym einkaufen.“

„Es hat schon Spaß gemacht“, denkt Tim I. gerne an die Begegnungen und Erlebnisse zurück. Sein besonderer Dank gilt der „feierwütigen“ Nachbarschaft, die das Haus nach einem Sturm auch ein zweites Mal feierlich geschmückt hatte. Wie es mit der Session weitergeht, gleicht auch in Füchtorf dem vielzitierten Blick in die Glaskugel. In jedem Fall möchte das Prinzenpaar dem Karneval erhalten bleiben und blickt positiv in die Zukunft. Angesichts von monatelangem Homeoffice bleibe die Vorfreude auf gemeinsame Feiern und weitere Besuche anderer Vereine.

„Ich bin ein bisschen zum Hausmann geworden“, räumt Tim schmunzelnd ein, der ansonsten deutschlandweit für ein Unternehmen aus dem Rheinland unterwegs ist. Und auch sonst hat die junge Familie die Zeit genutzt und eine eigene Sauna gebaut. So entspannen sich die weiterhin amtierenden Tollitäten und tanken Kraft für kommende jecke Aufgaben, die hoffentlich bald wieder live mit anderen Narren möglich sind.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7790568?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F130%2F
Nachrichten-Ticker