Strahlendes Wochenende lockt Besucher
Eisige Vergnügen am See

Sassenberg -

Das tolle Winterwetter lockte am Wochenende zahlreiche Ausflügler zum Feldmarksee. Dort genossen sie nicht nur die Sonne, sondern einige wagten sich auch aufs Eis.

Dienstag, 16.02.2021, 10:30 Uhr
Viele Ausflügler wagten sich bei strahlendem Sonnenschein auf das sichtbar unterschiedlich dicke Eis.
Viele Ausflügler wagten sich bei strahlendem Sonnenschein auf das sichtbar unterschiedlich dicke Eis. Foto: Ulrike von Brevern

In manchem Beutel klimpern Tee-, Kakao- oder Glühweintassen. Mit den Schlittschuhen locker über die Schulter geworfen streben Pärchen zum See. Eltern ziehen ihre Kinder auf Schlitten hinter sich her. Die Wangen der Kleinen glühen rot vor Kälte und Aufregung. Das strahlende Sonnenwetter lockte am Wochenende trotz klirrender Kälte hunderte Ausflügler zum See.

Dabei gestaltete sich für Auswärtige die Anreise nicht einfach: Der Parkplatz am See war gesperrt; hier hatten die Schneeräumer in der vergangenen Woche die weiße Pracht aus dem Ort abgeladen. Am Rasenparkplatz gegenüber der Kita Abenteuerland verhinderte der Schlagbaum die Zufahrt. Der Schnee machte den Boden zum Befahren zu nass. Um die Rettungswege frei zu halten, waren an den Straßen rund um den See Halteverbotsschilder platziert. Nicht jeder hielt sich daran, zeigen die Knöllchen, die von der Stadt verteilt wurden.

Unserer Bitte, die Eisfläche nicht zu betreten, wurde nicht nachgekommen.

Bürgermeister Josef Uphoff

Aus allen Richtungen schlenderten die Erholungssuchenden entsprechend zu Fuß Richtung See. Nicht nur Kinder nutzten die aufgehäuften Schneemassen als willkommenen Rodelberg. Das sei zwar aus Pandemie-gründen nicht erwünscht, aber auch nicht gefährlich, erläuterte der zuständige Bauamtsleiter Thomas Middendorf auf Nachfrage und wandte sich damit gegen anderslautende Gerüchte. „In Nicht-Coronazeiten hätten wir den Schnee noch mehr verdichtet zu einem echten Rodelberg.“

Rund um die geöffnete Eisdiele hielten die Besucher im Gegensatz zum Frühjahr diszipliniert Abstände ein und trugen Mundschutz. Die Ordnungskräfte hätten keine Probleme gehabt, berichtet Bürgermeister Josef Uphoff am Montag. Einige Mutige waren tatsächlich nicht nur mit wärmenden Getränken sondern auch mit Eistüten unterwegs, die angesichts der Außentemperaturen nur sehr langsam kleiner wurden.

Getreu dem Kölschen Grundgesetz „Et hätt noch emmer joot jejange“ bildete die Eisfläche an diesem Karnevalswochenende einen besonderen Anziehungspunkt. Paar-, Familien- und Sololäufer auf Schlittschuhen oder zu Fuß zogen ihre Runden, spontan wurden Eishockeytore aufgestellt. „Unserer Bitte, die Eisfläche nicht zu betreten, wurde nicht nachgekommen“, gestand Uphoff ein. Angesichts der hohen Besucherzahl hätten die Ordnungskräfte darauf verzichtet, den See unter Zwang zu räumen, die potenziell gefährliche Situation aber im Auge behalten.

Passiert ist zum Glück tatsächlich nichts Gravierendes. „Die Menschen haben sich wohlgefühlt“, zog Bürgermeister Josef Uphoff so eine zufriedene Bilanz des strahlenden Wochenendes.

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