Lebensgefahr auf dem Eis
Vor Rettungsversuchen den Notruf 112 wählen

Sassenberg -

Das Eis ist noch zu dünn, darum warnt die DLRG davor, das Eis zu betreten. Im Notfall sollte die 112 angerufen werden.

Montag, 15.02.2021, 18:25 Uhr aktualisiert: 15.02.2021, 18:30 Uhr
Die Ortsgruppe Sassenberg übt die Eisrettung. Das letzte Mal war es 2016 kalt genug dafür.
Die Ortsgruppe Sassenberg übt die Eisrettung. Das letzte Mal war es 2016 kalt genug dafür. Foto: Marc Metten

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt vor dem Betreten von Eisflächen, sie seien noch zu dünn. Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren aufklären. Zudem lässt der Schnee die sonst sichtbare Grenze zwischen Wasserfläche und Ufer verschwinden.

Sollten Menschen durch das Eis ins Wasser einbrechen, besteht akute Lebensgefahr. Die kalten Wassertemperaturen sorgen dafür, dass der Körper schlagartig unterkühlt. Die Muskeln werden träge, das Atmen fällt schwer und die nasse Kleidung behindert. Eingebrochene sollten schnell versuchen, wieder auf die Eisfläche zu kommen. Dazu bestenfalls auf den Bauch drehen, die Arme auf die Eisfläche legen und versuchen, sich mit den Füßen an der anderen Seite des Eisloches abzustoßen. Lautes Rufen kann zudem Helfer an Land mobilisieren. Ersthelfer sollten sich aber auf keinen Fall selbst in Gefahr bringen sondern den Notruf 112 wählen. Im Bedarfsfall werden auch Einsatztaucher der DLRG zur Einsatzstelle geschickt, die über Meldeempfänger jederzeit einsatzbereit sind. Wer sich zum Retten auf die Eisfläche traut, muss das Körpergewicht auf dem Eis gleichmäßig verteilen. Dabei können Leitern helfen, wie sie am Feldmarksee liegen. Es muss ein Sicherheitsabstand zur Einbruchstelle eingehaltenwerden.

 

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