Beregnungsanlage im Waldstadion
Neuer Brunnen gegen den Rost

Sassenberg -

Ein zu hoher Eisengehalt hat die Bewässerung des Fußballplatzes im Brook beeinträchtigt. Ein neuer Brunnen soll nun Abhilfe schaffen.

Samstag, 20.02.2021, 12:47 Uhr aktualisiert: 20.02.2021, 12:50 Uhr
Die Beregnungsanlage im Waldstadion hat ein Eisenproblem. Dadurch färben sich unter anderem die Tore rot.
Die Beregnungsanlage im Waldstadion hat ein Eisenproblem. Dadurch färben sich unter anderem die Tore rot. Foto: Ulrike von Brevern

In der vergangenen Saison sahen die Fußballer im Waldstadion verstärkt Rot. Das Problem war allerdings nicht eine ungewöhnlich unfaire Spielweise, sondern der hohe Eisengehalt im Wasser der neu verrohrten Beregnungsanlage. Mit 16,1 Milligramm Eisen pro Liter Wasser ist der Gehalt mehr als fünfmal so hoch, wie der empfohlene Grenzwert für die Gartenbewässerung oder für Tränken, erläuterte Bauamtsleiter Thomas Middendorf am Donnerstag dem Infrastrukturausschuss. Tore und Werbebanden nahmen bald eine hässliche rostrote Färbung an und auch die Trikots der Spieler wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Bis 2018, als die Beregnungsanlage plötzlich kein Wasser mehr förderte, gab es keine Problem, erläuterte Middendorf. Bis dahin bekam die Anlage ihr Wasser aus der Hessel. Eine solche Lösung ist allerdings nicht mehr erlaubt, so dass 2019 ein Grundwasserbrunnen gebohrt wurde. Eine nachträgliche Enteisungsanlage dafür würde nun allerdings einen mittleren fünfstelligen Betrag kosten. Andererseits sind die Folgen des hohen Eisengehalts nicht nur hässlich, auch die Düsen der Beregnungsanlage könnten leiden. Filteranlagen sind ebenfalls keine Option.

Der Rasen wird 26 Wochen pro Jahr durchschnittlich drei Stunden pro Woche beregnet. Bei Probebohrungen rund um den Platz wurde dann ein einziges mögliches Bohrloch in rund 100 Metern Entfernung entdeckt, in dem der Eisengehalt überraschend unter dem Gartenbewässerungswert liegt. Das garantiere keine dauerhaft problemlose Förderung, gestand Middendorf zu. Dennoch beschloss der Ausschuss, noch einmal rund 16 000 Euro auszugeben, um dort einen neuen Brunnen zu bohren und die nötige Zuleitung zu verlegen. Damit soll der Spielbetrieb kurzfristig sichergestellt werden.

Die Entscheidung steht vor dem Hintergrund der grundsätzlichen Diskussion um ein Sportkonzept rund um das Waldstadion, mit dem sich der Rat in den kommenden Monaten beschäftigen wird. Bestandteil der Überlegungen ist auch ein möglicher Kunstrasenplatz.

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