Musikschulunterricht für die Kleinsten unter Coronabedingungen
Singen und Tanzen per Zoom

Sassenberg -

Bedingt durch den Lockdown muss auch der Musikschulunterricht online erfolgen.

Dienstag, 23.02.2021, 08:33 Uhr aktualisiert: 23.02.2021, 08:40 Uhr
Musikunterricht auf Distanz bildet im Elementarbereich eine eigene Herausforderung. Christiane Brenne (oben links) begeistert Kinder und Eltern unter anderem in Videokonferenzen.
Musikunterricht auf Distanz bildet im Elementarbereich eine eigene Herausforderung. Christiane Brenne (oben links) begeistert Kinder und Eltern unter anderem in Videokonferenzen. Foto: Christiane Brenne

Die Öffnung der Kitas für alle Kinder bringt für kleine Musikschulfans noch keine Normalität. Noch dürfe die Schule für Musik im Kreis Warendorf mit ihren gruppenübergreifenden Angeboten nicht zurück in die Kitas und Schulen, berichtet Christiane Brenne, Regionalleiterin der Musikschule in Sassenberg. Allerdings hat sie inzwischen Alternativen entwickelt. Schließlich ist vielen Eltern die musikalische Früherziehung schon für die Allerkleinsten sehr wichtig. Deshalb reicht das Angebot der Musikschule in der Hesselstadt bis hin zu Eltern-Babykursen.

Während Instrumentalunterricht in den Lockdown-Zeiten von den Musiklehrern online über Videokonferenzen angeboten wird, waren die Lehrenden im Elementarbereich vor ganz eigene Herausforderungen gestellt, berichtet Christiane Brenne, die selber gerade in diesem Bereich sehr aktiv ist. Schon im März-Lockdown hatte sie daher die Zeit genutzt und getestet, was bei den Kindern ankommt und sich umsetzen lässt. Von Arbeitsblättern, Audio- und Videoaufnahmen bis hin zu Videokonferenzen reicht inzwischen das Spektrum. Alles wird integriert.

Schon vor dem neuen Lockdown hatte sie Eltern im Eltern-Kind-Bereich die Möglichkeit gegeben, sich online zur Musikstunde zuzuschalten. „Das klappt prima!“, freut sich die Musikpädagogin jetzt. Natürlich sei der Unterricht live schöner, lebendiger und für alle mit mehr Interaktion verbunden. Aber die wöchentliche Zoomkonferenz ist eine gute Alternative, um gemeinsam zu singen und zu tanzen. „Es ist toll, wie die Kinder sich freuen, wenn sie sich sehen und begrüßen können“, berichtet Brenne.

Nicht alles was theoretisch in der Musikalischen Früherziehung funktionieren könnte, sei allerdings in der Praxis umsetzbar. Die unterschiedlichsten Arbeits- und Betreuungszeiten sind schon die erste unüberwindbare Hürde. Im März hätte Brenne nicht gedacht, dass sie jetzt wöchentlich für die unterschiedlichen Gruppen eigene Videos erstellt und verschickt.

Die Vorbereitungszeit für das wöchentliche Material ist um ein Vielfaches höher. Der Aufwand lohne sich aber. Die Kinder freuen sich jede Woche auf neue Videos und ihre eigenen Hausaufgaben. Die vielen tollen Rückmeldungen zeigten, dass es funktioniere.

Das eigentliche Unterrichtskonzept bleibt derweil in der Schublade, denn es nehmen nicht alle Kinder am Alternativunterricht teil. Wenn es wieder in den Präsenzunterricht geht, soll kein Kind auf der Strecke bleiben.

Christiane Brenne freut sich über die große Unterstützung der Eltern, die sich die nötige Zeit nehmen mit den Kindern Musikstunden zu erleben.

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