Festwochenende zum Hundertsten
Orchester wächst zum Musikverein

Füchtorf -

Der vierte Teil der Serie über den Füchtorfer Musikverein führt durch die Zeit Mitte der 80er Jahre bis hin ins neue Jahrtausend.

Samstag, 27.02.2021, 11:56 Uhr aktualisiert: 27.02.2021, 12:00 Uhr
Geschichtlich gesehen waren die 90er Jahre das erste „Konzert-Jahrzehnt“ des Vereins. 1991 ein Konzert zum 95-jährigen Bestehen, 1993 ein Frühlingskonzert in der Reithalle vor ausverkauftem Haus. Im Konzert 1995 ging es dann „mit Blasmusik in die weite Welt!“. 1998 dann noch ein Konzert unter dem Motto: Musik für Euch, für Uns, für Alle.
Geschichtlich gesehen waren die 90er Jahre das erste „Konzert-Jahrzehnt“ des Vereins. 1991 ein Konzert zum 95-jährigen Bestehen, 1993 ein Frühlingskonzert in der Reithalle vor ausverkauftem Haus. Im Konzert 1995 ging es dann „mit Blasmusik in die weite Welt!“. 1998 dann noch ein Konzert unter dem Motto: Musik für Euch, für Uns, für Alle.

Einen Einblick in die spannende Geschichte des Füchtorfer Musikvereins gewährt unsere Zeitung in einer kleinen Serie. Teil vier beschäftigt sich mit der Zeit bis kurz nach der Jahrtausendwende.

Die 2. Hälfte der 1980er Jahre: Mit dem Wachsen des Musikvereins - dank der erfolgreichen Nachwuchsgewinnung - entstand ein Problem: Der Probenraum, im Untergeschoss des Feuerwehrgerätehauses, war zu klein geworden. Ein großes Projekt wurde gestartet: Der Dachausbau des Feuerwehrhauses. Im August 1987 war die Grundsteinlegung, ein Jahr später im Frühjahr dann die Einweihung des neuen Probenraums für gleich vier Vereine.

1987 unternahmen die Aktiven samt Anhang eine zweitägige Reise. Mit im Gepäck Uniformen und Instrumente für ein Frühschoppenkonzert in Rotenburg an der Fulda.

Der Musikverein macht aber nicht nur Musik nach Plan: Im Folgejahr begleiteten Mitglieder spontan den Empfang der Olympiasiegerin Monica Theodorescu , ebenso wie die Feier und den Festzug zur Fertigstellung der Umgehungsstraße B 475 - Abschnitt Füchtorf.

Auf der Versammlung 1990 stellte der Musikverein rechtlich die Weichen für die Zukunft

Die 1990er Jahre: Der Musikverein wird 100: 1990 - das Jahr der Wiedervereinigung. Gefeiert wurde nicht nur in Berlin, sondern weltweit. Natürlich auch in Füchtorf. Am „Kirmes“-Dienstag fand im Saale Artkamp-Möllers eine Feierstunde statt, die der Musikverein mit kräftigen Märschen untermalte, so die Presse am Folgetag. Auf der Versammlung 1990 stellte der Musikverein rechtlich die Weichen für die Zukunft: Er beantragte die Eintragung in das Vereinsregister und bekam für seinen Vereinsnamen den Zusatz „e.V.“.

1996 folgten die Musiker unter anderem den Einladungen des Sportschützenvereins Löcknitz,und des SC Füchtorf. Das wichtigste Ereignis des Jahres war jedoch das 100-jährige Bestehen, das am 31. August und 1. September 1996 ausgiebig gefeiert wurde. Das Wochenende stand ganz im Zeichen der Musik. Nach der Messe am Samstag ging es zum „Jubiläumsplatz“. Es folgte der Festakt und Vertreter aus Politik, Kultur und Gesellschaft gratulierten und feierten bis spät in die Nacht.

Am Sonntag traten befreundete Musikzüge und Schützenvereine an. Ein farbenfroher Festumzug marschierte durchs Dorf. Viele Zuschauer wohnten dem klingenden Spektakel an den Straßenrändern bei und folgten zum Schützenplatz. Hier präsentierten die Gastvereine bis in den Abend hinein ein buntes Platzkonzert. Ein rundum gelungenes Fest und eine „tolle Werbung“ für die Blasmusik.

Das neue Jahrtausendstartete mit nicht alltäglichen Ereignissen. Am 17. Juni 2000 weihte der Schützenverein Sudendorf-Schierloh seine neue Vereinsfahne ein. Der Musikverein Füchtorf sorgte für den musikalischen Rahmen.

Im März 2001 tauschten viele Musiker Uniformen gegen Trikots, Instrumente gegen Fußballschuhe und Taktstock gegen Trillerpfeife! Die Füchtorfer hatte sechs „musizierende“ Vereine zu einer Fußball-Spaß-Veranstaltung eingeladen.

Im weiteren Verlauf des Jahres gab Dieter Wolf nach fast 20 Jahren den Dirigentenstab ab. Alexander Justus wurde als Nachfolger verpflichtet. Ende 2003 legte auch der Vorsitzende Josef Lienker sein Amt nach fast 20 Jahren nieder. Eine nicht so einfache Zeit für den Musikverein begann, denn die Position konnte nicht sofort neu besetzt werden. Im Frühjahr 2004 wurde dann Ludger Pohlschmidt in dieses Amt gewählt, der es aber Ende 2004 auf eigenen Wunsch niederlegte. Als neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder Ludger Wöstmann und der Verein kehrte in ruhigeres Fahrwasser zurück.

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