Infrastrukturausschuss diskutiert über künftige Gestaltung und Pflegemaßnahmen
Kreisel ist so kein Aushängeschild

Sassenberg -

Einig waren sich die Mitglieder des Infrastrukturausschusses, das am Kreisel mitten im Ort gestalterisch etwas getan werden muss. Das „Wer und Wie“ geht nun in eine neue Runde.

Samstag, 06.03.2021, 06:29 Uhr aktualisiert: 07.03.2021, 11:57 Uhr
Kreisverkehr Von-Galen-Straße, Klingenhagen und Drostenstraße: Bei der Grünflächen-Gestaltung ist noch Luft nach oben. Die drei Schachblumen-Steelen bleiben erhalten.
Kreisverkehr Von-Galen-Straße, Klingenhagen und Drostenstraße: Bei der Grünflächen-Gestaltung ist noch Luft nach oben. Die drei Schachblumen-Steelen bleiben erhalten. Foto: Michèle Waßmann

Es wird nicht still um den Kreisverkehr mitten in Sassenberg – aber erblühen wird er so schnell auch nicht. Abhilfe schaffen möchte der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Moritz Ostlinning. Der legte der Verwaltung ein Angebot zur Gestaltung des Kreisverkehrs Von-Galen-Straße, Klingenhagen und Drostenstraße vor, über das nun im jüngsten Infrastrukturausschuss beraten wurde.

Bauamtsleiter Thomas Middendorf stellte den Vorschlag den Ausschussmitgliedern vor. Danach könnte Ostlinning die Fläche gestalten und die Stadt würde die Kosten für das Pflanzmaterial von geschätzten 3650 Euro tragen. Auch die anschließende Pflege der Grünanlagen auf dem Kreisel würde der Garten- und Landschaftsbaubetrieb für einen noch zu vereinbarenden Zeitraum übernehmen, wenn er dafür eine Werbetafel auf dem Kreisel aufstellen dürfe.

Quer durch alle Fraktionen gab es an der Idee an sich wenig Kritik. Allerdings war die vorgestellte Werbetafel den meisten viel zu groß. Helmut Peitz ( CDU ) findet ein ein Meter großes Schild überdimensioniert und stellte zudem die Frage, ob anderen Gartenbaubetrieben der Auftrag auch angeboten worden wäre. Darauf entgegnete Bürgermeister Josef Uphoff , dass noch kein anderer Betrieb nachgefragt habe oder kontaktiert worden sei. Auf einen Aufruf vor Jahren, habe es keinerlei Resonanz ergeben, berichtete Uphoff weiter.

Peter Holz (FWG) merkte kopfschüttelnd an, dass die Kosten für den Kreisel einfach kein Ende nähmen und verwies auf gelungene Gestaltungsbeispiele von Kreisverkehren in Oelde: „Die sehen klasse aus und sind lediglich mit rund 40 Zentimeter großen Werbetafeln versehen.“

Dieter Sökeland (CDU) regte an, auf jeden Fall dafür zu sorgen, dass nicht nur das Innere des Kreisverkehrs gepflegt würde, sondern auch die angrenzenden kleinen Beete.Eine Lanze für den engagierten Jungunternehmer brach Johannes Philipper (FDP). Man solle ihm und seiner Firma doch eine Chance geben. Schließlich bringe er sich mit Maschinen und Personal ein. Daraufhin einigte man sich, dass der Bürgermeister und die Verwaltung noch einmal das Gespräch mit Ostlinning zum Thema Vertragslaufzeit und Werbetafel suche.

Der Füchtorfer Franz-Josef Linnemann (FWG) verwies nach all der Diskussion stolz auf sein Heimatdorf und den Einsatz der Ehrenamtlichen dort: „Wir haben zwei Kreisverkehre und die sehen super aus! Warum klappt das in Sassenberg nicht?“

Keine Mehrheit fand die Anregung von Helmut Peitz, dass sich doch der Bauhof um den Kreisverkehr kümmern könne. Schnell stellte sich Uphoff wertschätzend vor seine Mitarbeiter: „Die sind schon ausgelastet und haben genug andere Aufgaben.“ Wie es nun mit dem „Aushängeschild“ mitten im Ort weiter geht, wird demnächst erneut beraten.

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