Neue Planung nimmt alten Standort in den Blick
Piratenspielplatz im Fokus

Sassenberg -

Das Thema Piratenspielplatz am Feldmarksee beschäftigt die Politiker schon eine ganze Weile. Nun scheint es voran zu gehen, denn der Vorschlag der Verwaltung wurde von allen Fraktionen unterstützt.

Donnerstag, 18.03.2021, 10:58 Uhr aktualisiert: 18.03.2021, 16:01 Uhr
Auf dem alten Spielplatz jenseits der Liegewiese gibt es bereits den Ausguck eines „Piratenschiffs“
Auf dem alten Spielplatz jenseits der Liegewiese gibt es bereits den Ausguck eines „Piratenschiffs“ Foto: Ulrike von Brevern

Der geplante „Piratenspielplatz“ am Feldmarksee ist seiner Realisierung ein Stück näher gerückt. Am Dienstagabend unterstützten die Mitglieder des Sozial-, Jugend-, Kultur-, Sport- und Schulausschusses einstimmig den Vorschlag der Verwaltung, den bestehenden Spielplatz im Wald hinter der Liegewiese entsprechend weiterzuentwickeln. Der Spielplatz soll am Ende sowohl für den Altersbereich bis sechs Jahre als auch für Kinder zwischen sieben und 14 Jahren attraktiv sein.

Das Thema „Piratenspielplatz“ treibt die politischen Gremien schon seit Jahren um. Ursprünglich sollte er in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres auf den Mehrzweckspielfeldern neben dem Parkplatz Heidestraße entstehen. Inzwischen ist aus dem „Piratenschiff“ am Feldmarksee durch die offizielle Taufe im vergangenen Jahr ein „Sonnendeck“ geworden, aber der Spielplatz ist noch immer nicht Realität.

Die Mehrzweckspielfelder waren für andere Nutzungen, etwa eine Boulebahn, ins Gespräch gekommen. So sollte während der Badesaison ermittelt werden, ob nicht die Liegewiese des Strandbades ein geeigneter Standort sei. Doch da das Strandbad coronabedingt eingezäunt werden musste, war die Liegewiese nicht nutzbar.

Alternativ hat die Verwaltung nun in Abstimmung mit einschlägigen Herstellern überprüft, ob das Thema „Piraten“ nicht auch auf dem bestehenden Spielplatz umgesetzt werden könnte. Das könne die Aufwertung des Gebietes zwischen Versmolder Straße und Zum Knapp abrunden, die durch die Installation moderner Fitness-Geräte auf dem alten Trimm-Dich-Pfad im vergangenen Jahr begonnen wurde, stellte Hauptamtsleiter Martin Kniesel in Aussicht.

Bei der Gestaltung des Spielplatzes solle auch der Inklusionsgedanke berücksichtigt werden, damit Kinder mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam spielen können. Der Haushaltsansatz für den Spielplatz beträgt insgesamt 200 000 Euro.

Die als Ausschussmitglied frischvereidigte Martina Degen (FDP) begrüßte die Standortwahl als „heimelig“. Auch Christian Laumann (FWG) lobte ihn ausdrücklich: „Auf der Liegewiese käme sonst als nächstes wieder das Beschattungsproblem.“

Zu Problemen könne allerdings die Straße Zum Knapp mit ihrem Fahrradverkehr werden wandte Sandra Niemerg (FDP) ein. Sie trenne Spielplatz und Liegewiese, auf der sich möglicherweise die Eltern aufhalten. Das schaffe ein erhöhtes Unfallrisiko.

Der Standort sei „in Ordnung“ hielt Jan Heuer (SPD) fest, wünschte sich allerdings eine deutlichere Ausschilderung. „Wir sollten besser erkennbar machen, wo da ein Spielplatz ist.“

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