Werbekampagne soll die Sassenberger mit ins Glasfaser-Boot holen
„Füchtorf schafft auch die 50“

Füchtorf -

Die Füchtorfer brauchen unbedingt Glasfaser, um digital für die Zukunft gerüstet zu sein. Im Spargeldorf ist die Nachfrage dementsprechend groß, nur die Sassenberger ziehen nicht so richtig mit. Das soll sich jetzt mit einer gezielten Werbekampagne ändern.

Dienstag, 23.03.2021, 18:29 Uhr
Die Arbeitsgemeinschaft Füchtorfer Vereine kämpft heute für die digitale Infrastruktur für morgen und wirbt daher für Glasfaser.
Die Arbeitsgemeinschaft Füchtorfer Vereine kämpft heute für die digitale Infrastruktur für morgen und wirbt daher für Glasfaser. Foto: privat

Die „Nachfragebündelung“, die das Unternehmen „Deutsche Glasfaser“ für den Ausbau des Glasfasernetzes in Füchtorf betreibt, läuft nicht schlecht. Mit derzeit 34 Prozent ist die magische zu erreichende 40 (ab da wird ausgebaut) fast erreicht, erläuterte Projektkoordinator René Fuchs im Ortsausschuss Füchtorf und gab sich äußerst optimistisch: „Füchtorf schafft auch die 50 Prozent.“ Von 1066 Haushalten, haben bisher 364 Verträge abgeschlossen, bis zur 40-Prozent-Marke fehlen noch 62. Das sollte machbar sein.

Hätte man eine „Nachfragebündelung“ beim Ortsausschuss im Feuerwehrgerätehaus gemacht, wäre Montagabend sicherlich unter den Anwesenden die 100 angekratzt worden. Also alles gut? Nein, denn in Füchtorf wird das Glasfasernetz nur „ausgerollt“, wenn auch der Sassenberger Norden die 40-Prozent-Hürde nimmt. Und da sieht es noch mau aus. Von 2315 Haushalten haben sich bisher „nur“ 793 (18,5 Prozent) für Glasfaser entschieden – bis zur 40er-Marke fehlen noch 497 Verträge. Noch bitterer aus Füchtorfer Sicht sieht es in Sassenbergs Zentrum aus. Dort haben sich bisher erst 14,2 Prozent aller möglichen Nutzer für Glasfaser entschieden.

Das soll sich ändern. Und wie die Füchtorfer so sind, warten sie nicht auf ein Wunder, sondern packen an. Ruckzuck wurde am Wochenende aus den Reihen des Arbeitskreises Füchtorfer Vereine in Abstimmung mit Stefan Wöstmann (FDP) eine Werbekampagne für den Glasfaserausbau entworfen. Die stellte Daniel Benefader mit einer gelungenen Präsentation den Ortsausschussmitgliedern vor. Kräftige Farben und flotte Sprüche sollen dafür sorgen, dass Füchtorfs digitale Infrastruktur zukunftsfähig wird. Da das Spargeldorf da schon auf dem richtigen „Nachfrage-Weg“ ist, wurde der Fokus der Kampagne ruckzuck erweitert. Auch, beziehungsweise besonders die Sassenberger sollen mit ins Glasfaser-Boot geholt werden. In den nächsten Tagen wollen Benefader für die Arbeitsgemeinschaft Füchtorfer Vereine und Mitarbeiter der Stadtverwaltung gemeinsam einen Flyer entwerfen. Weitere Ideen dazu und die Finanzierung stellt die „Deutsche Glasfaser“. Die Montag vorgestellte Kampagne soll über soziale Medien wie Facebook und Instagram sowie WhatsApp verbreitet werden.

Auch Bürgermeister Josef Uphoff steht voll hinter dem Glasfaserausbau. Man dürfe aber auch die „Gartenzaun-Gespräche“ nicht vergessen. Da könne erläutert werden wo die Vorzüge liegen und was es kostet. Vor allem aber auch, dass jeder einzelne selbst aktiv werden müsse.

Klaudius Freiwald hakte noch einmal nach, wie es für Mieter aussieht, ob die einen Antrag stellen können und wie es mit Rücksprachen zum Vermieter aussieht. „Klar, ist die Ankündigung beim Vermieter richtig,“, erwiderte Fuchs, allerdings habe er noch keinen Eigentümer gehabt, der sich geweigert und nicht die „Wertsteigerung“ seiner Immobilie gesehen habe.

Fuchs betonte, dass ja erst Halbzeit sei und er trotz Corona optimistisch ist, die 40-Prozent-Hürde bis zum 17. April zu nehmen. Wer sich bis dahin für Glasfaser entscheide, trage keine Ausbaukosten, sondern bei Vertragsabschluss nur eine einmalige Anschlussgebühr, unterstrich er. Für konkrete Fragen empfahl er den Glasfaser-Servicepunkt am Klingenhagen 8.

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