Kostenlose Bürgertests auf dem Mühlenplatz
DRK verstärkt Schnelltestkapazität

Sassenberg -

Die DRK-Ortsgruppe Sassenberg unterstützt mit einem eigenen Testzentrum auf dem Mühlenplatz den Kampf gegen Corona.

Donnerstag, 01.04.2021, 06:01 Uhr aktualisiert: 01.04.2021, 06:10 Uhr
Das DRK sowie das Ehepaar Martin Wagner und Claudia Botschner von der Amtsapotheke (
Das DRK sowie das Ehepaar Martin Wagner und Claudia Botschner von der Amtsapotheke ( Foto: Ulrike von Brevern

Pünktlich zu Ostern sorgt die Ortsgruppe Sassenberg des Deutschen Roten Kreuzes dafür, dass die Kapazitäten für die kostenlosen Bürgertestungen auf das Coronavirus noch einmal kräftig ausgeweitet werden. Bislang ist die Testung außer bei niedergelassenen Ärzten bei beiden Apotheken möglich. Am Karsamstag nehmen die Ehrenamtlichen nun zusätzlich das kleine Testzentrum auf dem Mühlenplatz in Betrieb.

„Das ist ja ein bisschen wie Allerheiligenmarkt“, flachste der Vorsitzenden Norbert Ruhe angesichts der typischen Holzhäuschen, die der Gewerbeverein kostenfrei zur Verfügung gestellt hat. Die fachliche Betreuung des Zentrums übernimmt die Amtsapotheke, die nach und nach hier ebenfalls Dienste anbieten will. Martin Wagner stellte den Ehrenamtlichen am Dienstagabend gewissenhaft die Materialien und Abläufe vor, wie sie sich in der Apotheke bereits bewährt haben.

Die Ehrenamtlichen der Ortsgruppe haben Erfahrung mit den Schnelltests. Neun Mitarbeiter unterstützen seit Monaten das Altenheim beim Corona-Test der Besucher. Auf dem Mühlenplatz werden etwa 15 Helfer eingesetzt, kündigte Ruhe an. Sie arbeiten jeweils zu zweit in jedem der beiden Häuschen.

„Ich möchte dass wir uns selber schützen“, betonte Meike Schwerter, Rotkreuzleiterin der Ortsgruppe am Dienstagabend ein ums andere Mal. Dazu gehört vor allem passende Schutzkleidung, von der Wagner je nach persönlicher Vorliebe verschiedenen Varianten zur Verfügung stellen. Aber auch das Einhalten von Hygieneregeln ist unerlässlich. „Stellt euch neben den Patienten, falls er niesen muss“, riet Vera Schwerter, die bereits an vielen verschiedenen Orten an Testen beteiligt war. Begeistert zeigte sie sich über die hölzerne Eigenkonstruktion, die Wagner als Testhalterung zur Verfügung stellt. „Die mitgelieferten Dinger aus Pappe brechen ständig zusammen.“

Zu den kostenlosen Bürgertestungen der Apotheken und des DRK sind nur Menschen ohne einschlägige Symptome zugelassen, betonte Wagner energisch. „Wer Schnupfen hat, den müsst ihr an den Arzt verweisen.“

Wagner und seine Frau Claudia Botschner, Inhaberin der Amtsapotheke, sind froh über die Unterstützung des DRK, denn die Nachfrage nach Tests sei sehr hoch. Rund 600 Tests hat das Team in den gut zwei Wochen, die das Angebot an der Apotheke besteht, bereits durchgeführt. Dabei sei weniger die Urlaubsvorbereitung Thema als der Besuch bei Verwandten oder der Bedarf nach eigener Gewissheit, erläutert Wagner. Rund 60 Prozent der Testwilligen käme aus rein privaten Gründen, der Rest brauche das Zertifikat über einen negativen Test, dass nun auch am Mühlenplatz ausgestellt werden kann.

Wird tatsächlich ein Patient positiv getestet, wird nicht nur der Betroffene, sondern auch das Gesundheitsamt informiert. Für die Tester bestehe bei Einhalten der Selbstschutzmaßnahmen kaum ein Risiko, betonte Wagner, denn der Kontakt zum Patienten bestehe nur wenige Minuten. Über ihr Ergebnis werden die Getesteten in der Regel elektronisch

 

 

informiert, bei Bedarf kann auch ein Termin zum Abholen des Zertifikats vereinbart werden.

Das DRK-Team steht am Karsamstag von 8.30 bis 12.30 Uhr auf dem Mühlenplatz bereit. Die Amtsapotheke wird das Testangebot in ihrer eigenen Hütte ergänzen und zusätzlich von 14.30 bis 18 Uhr testen. Die Samstagstermine wird das DRK anschließend regelmäßig anbieten, ebenso wie einen Test am Dienstagabend von 18.15 bis 20.15 Uhr. Einen Tipp hat Ruhe noch: Kurz vor dem Test nicht zuviel Cola trinken, das kann das Ergebnis verfälschen.“

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