St.-Marien-Kindergarten unterstützt „Fontanherzen“-Aktion
Halbes Herz – Volles Leben

Füchtorf -

„Da in unserer Gemeinde ein Mädchen mit einem ,Fontanherzen‘ bekannt ist, haben wir als Einrichtung schnell entschieden, uns an dieser Herausforderung zu beteiligen“, erläutert der Kindergarten St. Marien seine Teilnahme ander Wimpel-Aktion fürs „Guiness Buch der Rekorde“

Mittwoch, 07.04.2021, 06:07 Uhr aktualisiert: 07.04.2021, 06:10 Uhr
Stolz präsentieren die Kindergartenkinder einen Teil der langen Herz-Kette.
Stolz präsentieren die Kindergartenkinder einen Teil der langen Herz-Kette. Foto: Marienkindergarten

In Deutschland kommt jedes 100. Kind mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt. Davon werden jährlich etwa 200 Kinder mit einem halben Herzen geboren, Fontanherzen. Eine Herzhälfte, entweder die rechte oder die linke, ist aus verschiedenen Gründen nicht vorhanden.

Dank Professor Francis Fontan können diese Kinder seit Ende der 1980er Jahre in mindestens drei Operationen am offenen Herzen palliativ (lebensverlängernd) operiert, aber nicht geheilt werden. Sie sind lebenslang auf Medikamente und ärztliche Unterstützung angewiesen.

Durch die Wimpelkette möchte „Fontanherzen“ auf diese Krankheit, die den Betroffenen oft äußerlich nicht angesehen wird, aufmerksam machen. Diese Kinder und jungen Erwachsenen sind auf weitere Forschungsarbeit angewiesen, damit ihre Lebensqualität erhöht wird. Es ist das Ziel von „Fontanherzen“ eine Wimpelkette aus Herzen gemeinsam mit den Kindern zu gestalten, die eine Länge von 17,6 Kilometer überschreiten soll, um ins „Guiness Buch der Rekorde“ zu kommen und somit auf diese Kinder und deren Krankheit aufmerksam zu machen.

„Da in unserer Gemeinde ein Mädchen mit einem ,Fontanherzen‘ bekannt ist, haben wir als Einrichtung schnell entschieden, uns an dieser Herausforderung zu beteiligen“, erläutert der Kindergarten und ergänzt: „ Wir haben den Jungen und Mädchen erklärt, dass es nicht selbstverständlich ist, ein gesundes Herz zu haben. Den Kindern mit einem kranken Herzen möchten wir mit unserer Bastelaktion helfen.“

 Mit viel Eifer haben die Kinder 1500 Herzen gestaltet und die Erzieher haben sie zu einer langen Kette aneinander gefädelt. Da das Kindergartenteam diese Initiative so gut findet, hat es auch die katholischen Kindergärten in Glandorf und Sassenberg informiert – die haben spontan viele Herzen mitgestaltet.

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