Nikolaus-Grundschüler freuen sich über neuen Lüfter
Ein Stück mehr Sicherheit

Sassenberg -

Über ein eckiges „Osterei“ freut sich Stefanie Dilla-Kell, Leiterin der Nikolaus-Grundschule. Am letzten Tag vor den Osterferien hatte sie das grüne „Ei“, einen mobilen Raumlüfter, den die Firma Technotrans der Schule gespendet hatte, in einen Klassenraum gebracht, in dem die klassenübergreifende Betreuung von Schülerinnen und Schülern stattfindet. Mehr als 40 Kinder nutzen dieses Angebot

Sonntag, 11.04.2021, 20:04 Uhr aktualisiert: 11.04.2021, 20:10 Uhr
Die Nikolaus-Grundschüler freuen sich über den poppig bunten neuen mobilen Raumlüfter.
Die Nikolaus-Grundschüler freuen sich über den poppig bunten neuen mobilen Raumlüfter. Foto: Ulrike von Brevern

„Ich nenne es auch gern unser Osterei“, sagt Stefanie Dilla-Kell lachend und blickt in die neugierige Runde ihrer Betreuungsschülerinnen und -schüler an der Nikolaus-Grundschule. Interessiert lauschen die Kinder, was es auf sich hat mit dem knallbunten, aber unübersehbar eckigen „Ei“, das ihnen ihre Schulleiterin am letzten Tag vor den Ferien in den Raum gerollt hat.

Eine Woche zuvor hatte Dilla-Kell das grüne „Ei“ mit den lustigen bunten Aufklebern bei der Firma Technotrans offiziell in Empfang genommen. „Über die Elternpflegschaft haben wir einen Kontakt dorthin“, erklärt sie sich, warum gerade die Nikolausschule in den Genuss der Spende kam. Mit auf der Bühne waren auch Vertreter des Josefs-Hospitals und der Freckenhorster Werkstätten, die ebenfalls eines der drei unterschiedlich designten Exemplare eines frisch entwickelten mobilen Raumlüfters geschenkt bekamen.

Für die Nikolaus-Schule bedeute das Gerät bei der Bewältigung der pandemiebedingten Probleme eine große Erleichterung, betont Dilla-Kell. Zwar haben alle Räume der Schule ausreichend große Fenster, so dass es kein Problem ist, regelmäßig zu lüften – von winterlichen Temperaturen vielleicht abgesehen. Die Kinder kommen zudem während dieser Zeit auch in den Genuss einer kleinen Trink- und Maskenpause. Dennoch musste die Schulleiterin nicht lange überlegen, wo sie das Gerät einsetzten wollte. Denn an einer Stelle hakt das System der vorsichtigen Schulöffnung, das Lerngruppen möglichst klein und homogen halten will.

Parallel zu den regulären Klassen, in denen sich die Kinder an der Nikolaus-Schule vor den Osterferien alle zwei Tage in jeweils halber Gruppenstärke mit dem Unterricht abwechselten, gibt es auch noch Kinder, die zusätzlich in die klassenübergreifende Betreuung kommen. Zum einen haben Eltern ein Recht darauf, wenn sie die Aufsicht an den präsenzunterrichtsfreien Tagen selbst nicht stemmen können. Zum anderen holt sich aber auch die Schule selbst Kinder hinein, die zu Hause Schwierigkeiten mit dem Lernen auf Distanz haben, sei es aus sozialen, sei es aus sprachlichen Gründen. Mehr als 40 Kinder nutzen das Angebot an der Nikolausschule derzeit, Tendenz steigend. Sie gehen an „ihren“ Unterrichtstagen in die Lerngruppe in ihrer regulären Klasse, in den Tagen dazwischen in die übergreifende aus ganz unterschiedlichen Lerngruppen. „Hier gibt uns das Gerät zusätzliche Sicherheit und ein gutes Gefühl“, freut sich Dilla-Kell.

„In einem Raum von 80 Quadratmetern schafft es fast alle Viren!“, erklärt sie ihren neugierigen Schülern. Für den Musikraum, in dem die Gruppe üblicherweise lernt, ist das genug. „Ist es denn auch leise, weil sonst kann man ja gar nicht lernen?“, fragt Sofia besorgt. Da kann Dilla-Kell beruhigen: Der Vertreter der Freckenhorster Werkstätten, der bereits Erfahrung mit anderen Raumlüftern hatte, sei über den fehlenden Lärmpegel dieses Gerätes sehr erstaunt gewesen, erzählt sie.

Paul interessiert sich eher für die technischen Feinheiten: Wie die Viren überhaupt in das Gerät hinein kämen? „Können wir die Masken denn dann abnehmen?“, fragt dagegen Klassenkamerad Mark begierig. Das gehe nun in Coronazeiten trotz allem leider nicht, dämpft Dilla-Kell die aufkeimende Euphorie.

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