Massive Störungen in Sassenberg bei Vodafone
Viel Frust über Totalausfälle

Sassenberg -

Totalausfall bei Vodafone: In Anbetracht der derzeitigen Corona-Lage und der damit notwendigen Home-Office-Arbeit waren die Störungen für viele Nutzer extrem unangenehm und hätten sich zuweilen gar existenzbedrohend entwickeln können.

Dienstag, 20.04.2021, 06:24 Uhr aktualisiert: 20.04.2021, 15:32 Uhr
Ärgerten sich über den langen Netzausfall ihres Anbieter und fanden kreative Lösungen (oben von links): Die Sassenberger Markus Sommer, Franz-Josef Geilen und Markus Geilen.
Ärgerten sich über den langen Netzausfall ihres Anbieter und fanden kreative Lösungen (oben von links): Die Sassenberger Markus Sommer, Franz-Josef Geilen und Markus Geilen. Foto: Marion Bulla

Markus Geilen ist sauer. Und zwar so richtig. Von Donnerstagmorgen halb elf bis Montagmittag hatte der Sassenberger am Bekassinenweg, wie viele andere im Ort auch, weder eine Internetverbindung noch konnte er Fernsehen schauen. Auch telefonieren im Festnetz war nicht möglich. Der Grund: Totalausfall bei Vodafone . Bereits dreimal hatte der dreifache Familienvater beim Service seines Anbieters angerufen. „Die haben mir nicht allzu viel sagen können. Nur eines: Dauert wohl noch eine Weile“, berichtete Markus Geilen frustriert.

Für einen der Ausfälle fand der leidenschaftliche Camper eine kreative Lösung. Er schnappte sich seine Satellitenschüssel von seinem Wohnwagen und schloss diese kurzerhand an seinen Apparat an. Fernsehen ging damit wenigstens. Allerdings konnte nur ein Gerät angeschlossen werden. Deshalb lief auch nur der im Wohnzimmer. Dass keine Verbindung zum Internet bestand, sei besonders seine Tochter Kira ärgerlich gewesen, erzählte Geilen. Weil die 18-Jährige zumindest nicht Zuhause am Homeschooling teilnehmen konnte, musste sie zu ihrer Oma fahren. Bruder Kilian wich zu einem Berufsschulkollegen in den Hilgenbrink aus, um dort am Internet-Unterricht teilnehmen zu können.

Auch nebenan hatte man sich kreative Gedanken gemacht. Franz-Josef Geilen begab sich, wenn er Fernsehen gucken wollte, einfach in sein Wohnmobil und schaute dort. Sein Nachbar Markus Sommer ist stets ziemlich angeregt im Internet unterwegs. Er streamt Videos und postet regelmäßig auf Instagram und Facebook Kommentare und Bilder. Einen Tag lang konnte der 38-Jährige mit mobilen Daten überbrücken. Doch schnell war das Volumen aufgebraucht. „Ohne Internet ist es ganz schön langweilig“, bemerkte der Sassenberger, der sich ebenfalls eine Satellitenschüssel in den Garten gestellt hatte, um wenigstens etwas von der Welt mitzubekommen.

„Wir hatten schon öfter Probleme mit dem Anbieter. Es nervt und jetzt reicht es mir. Ich habe gestern bei Vodafone gekündigt“, sagt Heike Maibaum, die in derselben Straße wohnt.

Auch in der Sassenberger Facebookgruppe wird klar, dass es eine Vielzahl an Nutzern gab, die einen Totalausfall ihrer Medien hinnehmen mussten. In Anbetracht der derzeitigen Corona-Lage und der damit notwendigen Home-Office-Arbeit waren die Störungen für viele Nutzer extrem unangenehm und hätten sich zuweilen gar existenzbedrohend entwickeln können.

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