Sendenhorst
Haushalt 2008: Soll und Haben sind im Einklang

Donnerstag, 29.12.2011, 01:02 Uhr

Sendenhorst / Albersloh . Es hat länger gedauert als ursprünglich erwartet. Doch am Dienstagabend war es dann soweit: Bürgermeister Berthold Streffing stellte dem Stadtrat seinen Entwurf des städtischen Haushalts für das begonnene Jahr vor. Er ist der erste nach den Regeln des so genannten „Neuen Kommunalen Finanzmanagements“. Dabei sind „Erträge“, „Aufwendungen“ und „Ergebnisplan“ wichtige buchhalterische Kernbegriffe im kommunalen Etat.

„Der Haushalt der Stadt Sendenhorst ist ausgeglichen“, hätte Bürgermeister Berthold Streffing gestern Abend nach dem bisher geltenden Rechnungssystem gesagt. Nach den Regeln des NKF klang das nun so: „Die Gesamterträge decken die Gesamtaufwendungen. Der Ergebnisplan schließt mit einem ausgeglichenen Saldo ab.“ Was sich auf Grund vor allem der nach oben korrigierten Gewerbesteuereinnahmen in den vergangenen Monaten für manchen Kommunalpolitiker hoffnungsvoll abzeichnete, ist seit gestern Abend (kalkulierte) Realität: Die finanzielle Leidenszeit scheint vorbei.

Konnte das Haushaltssicherungskonzept, das eine verschärfte Kontrolle durch den Kreis Warendorf zur Folge hatte, bereits mit dem Haushaltsabschluss 2007 verlassen werden, bleibt die Stadt nun Herr im eigenen (Etat)-Haus. „Der Haushalt 2007 konnte originär ausgeglichen werden. Darüber hinaus erfolgte der Abbau der Altfehlbeträge in Höhe von 1,2 Millionen Euro“, erklärte der Bürgermeister nicht ohne Stolz.

Die wichtigsten weiteren Kernaussagen zum Zahlenwerk 2008: Der Haushaltsausgleich könne „ohne Verzehr des Eigenkapitals“ dargestellt werden. Gewerbetreibende, Haus- und Grundbesitzer sowie die Landwirte wird es freuen, dass die Hebesätze für die Realsteuern nicht angehoben werden. Die Stadt werde, so der Bürgermeister, in die Schulen, den Hochwasserschutz, den Straßen- und Radwegebau sowie in die Feuerwehr investieren. Und das alles, so Berthold Streffing, ohne in den Jahren 2008 bis 2011 Kredite für Investitionen aufzunehmen.

Der Ergebnisplan für dieses Jahr sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 19,1 Millionen Euro vor. Auf der Ertragsseite schlagen Steuern und Abgaben mit 14,5 Millionen Euro zu Buche. Das sind 76 Prozent der Erträge. Der Bürgermeister kalkuliert mit 7,2 Millionen Euro Gewerbesteuer. Hinzu kommen Grundsteuern in Höhe von 1,65 Millionen Euro und der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer in Höhe von 4,6 Millionen Euro.

Dem stehen die Aufwendungen (Ausgaben) gegenüber. Da ist einmal die Kreisumlage als größter Batzen mit 6,38 Millionen Euro. Hinzu kommen die üblichen laufenden Ausgaben. Und die Aufwendungen für Investitionen im Haushalts- und Finanzplan. Das sind zum Beispiel im Bereich der Schulen die Sanierung der Heizung in der Hauptschule, des Jungen-WC an der KvG-Grundschule (2008) und des Mädchen-WC (2009 sowie der Lehrertoiletten (2010).

Für dieses Jahr sieht der Bürgermeister insgesamt Investitionen in Höhe von 1,33 Millionen Euro vor. 900 000 Euro sollen in Baumaßnahmen fließen. Dazu gehören die Fortführung der Fassadensanierung an der Hauptschule und die Instandsetzung der Karl-Wagenfeld-Straße zwischen Nordstraße und Mauritz. Der Platz vor dem Sendenhorster Feuerwehrgerätehaus wird ausgebaut. Und die Schüler der Realschule dürfen sich endlich auf eine umgestaltete Bushaltestelle freuen.

Die größte Anschaffung in diesem Jahr soll ein Löschgruppenfahrzeug für die Feuerwehr sein. Kosten: 180 000 Euro. Und der Bauhof bekommt einen neuen Radlader.

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