Sendenhorst
Holzhütte seit 20 Jahren beliebter Ort nicht nur für Radler

-gen- Sendenhorst. Vor fast genau 20 Jahren war mit dem Bau der Wetterschutzhütte in der Bauernschaft Brock begonnen worden. Der Unterstand in der Nähe der Höfe Kössendrup, Zumloh und Sander liegt direkt am Wirtschaftsweg und ist für jeden zugänglich...

Donnerstag, 25.09.2008, 03:09 Uhr

Sendenhorst . Vor fast genau 20 Jahren war mit dem Bau der Wetterschutzhütte in der Bauernschaft Brock begonnen worden. Der Unterstand in der Nähe der Höfe Kössendrup, Zumloh und Sander liegt direkt am Wirtschaftsweg und ist für jeden zugänglich. Gut sichtbar können die benachbarten Anlieger ihn zudem stets „im Auge behalten“.

Und nicht nur das: Weil die aufwändig erstellte Schutzhütte von den Nachbarn stets auch in Schuss gehalten wurde und wird, wurde dieser Ort immer mehr zu einem beliebten Ziel von Radfahrern und Spaziergängern, die dort eine Rast einlegen.

Das schmucke Holzhaus, das jetzt erneut renoviert wurde, lädt zum Ausruhen und Verweilen ein, vor allem, wenn Regen und Gewitter einsetzen oder die Sonne vom Himmel brennt. „Immer wenn wir in dieser Ecke sind, legen wir hier eine Pause ein“, erzählt die junge Familie, die soeben vom Regenguss überrascht wurde und nun dabei ist, schnellstens die großen und kleinen Räder unterzustellen. „Wir kennen uns in dieser Gegend aus und wissen, dass es hier ein trockenes Plätzchen gibt, das zudem immer sauber ist.“

Dass das so ist, ist kein Verdienst irgendwelcher Heinzelmännchen. Sondern der der Nachbarn, die stets nach dem Rechten sehen und für Ordnung sorgen. Dies sind die beiden nebenan wohnenden Landwirte Alois Zumloh und Johannes Sander, sowie, als dritter im Bunde, Jagdaufseher Dieter Osthövener . Während Zumloh für das Mähen des Rasens rund um die Hütte zuständig ist, übernehmen die beiden anderen das Beseitigen des Mülls. „Bei gutem Wetter, besonders an den Wochenenden, spielt sich in und auch außerhalb der Hütte einiges ab“, wissen die „Hausmeister“. Und: „Nur sehr selten wird dieser Ort so verlassen, wie die Besucher ihn vorgefunden haben.“

Initiiert und in Eigenleistung erstellt worden war das Holzhaus im Brock – es ist in ihrer Art der früheren Kappscheune oder „Kappschuer“ nachempfunden – von der Sendenhorster CDU , die sich unter dem damaligen Ortsunionsvorsitzenden Bernhard Stapel für den Bau stark gemacht hatte. Von Diplom-Ingenieur Ferdinand Koelen entworfen und geplant, wurde das Projekt im Oktober 1989 in Angriff genommen. Dabei traf es sich gut, dass die CDU-Mannschaft seinerzeit auf Handwerker aus den eigenen Reihen wie Paul Landau, Anton Specht, Uli von Depka, Alfred Kolb, Bernhard Nordhoff, Josef Höne, Adrian Kuhn und Bernhard Stapel selbst zurückgreifen konnte. Mit vereinten Kräften wurde die Wetterschutzhütte auf soliden Stützfundamenten aufgestellt. Sie erhielt konische Sockelstützen und Pfosten aus Bauholz. Anders als ihr Vorbild – die traditionelle „Kappschuer“ hatte ein nach oben und unten bewegliches Dach – wurde diese Hütte mit einem festen Dach ausgestattet. Sie wurde dank des aktiven Einsatzes vieler freiwilliger Helfer im Herbst 1990 der Allgemeinheit übergeben und von ihr bezogen.

Im Laufe der zurückliegenden Jahre fielen immer wieder Reparaturen. So mussten Sturmschäden und die Folgen von Vandalismus beseitigt werden. Schließlich war zwischendurch auch mal ein Anstreichen der Wetterhütte fällig. Da dieses 1999 letztmals stattfand, war jetzt ein Neuanstrich dringend erforderlich.

Und hier wurde, wie schon so oft in der Vergangenheit, erneut der ehemalige CDU-Ratsherr Franz Keweloh aktiv. Von ihm weiß man, dass er nicht nur „seine Leute“ kennt, sondern – siehe Schützen- und Bürgerwald – sie auch zu motivieren versteht. Wie auch in diesem Fall, wo er für das mehrmalige Streichen der Hütte mit dunkelbraunem Holzschutz Willi Halene gewinnen konnte. Nachdem auch das Finanzielle – die entstandenen Kosten übernahm zum größten Teil die „Vereinigung ehemaliger CDU-Ratsmitglieder“ – geregelt war, konnte die überarbeitete „Kappschuer“ in diesen Tagen der Allgemeinheit vorgestellt werden.

Zuvor war sie bereits vom Kreis der freiwilligen Helfer Alois Zumloh, Johannes Sander, Dieter Osthövener, Willi Halene und dem Initiator der Renovierungs-Maßnahme, Franz Keweloh und dessen Enkel Raphael Keweloh abgenommen. Das übernahm seitens des CDU-Vorstandes Ulrich Altewische, der gleichzeitig das Dankeschön der Ortsunion überbrachte und zum geselligen Umtrunk einlud.

Am vergangenen Samstag konnte das frisch renovierte Holzhaus gleich auch schon von den Teilnehmern des CDU-Ausfluges in Augenschein genommen werden. Auf ihrem Weg nach Albersloh legten sie einen Stopp ein.

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