Sendenhorst
„Blumenfee“ Dora Hallmann geht in den Ruhestand

Freitag, 17.10.2008, 16:10 Uhr

Albersloh . Die „ Blumenfee “ aus Albersloh geht in den Ruhestand . Vor 29 Jahren begann Dora Hallmann mit dem Dienst als Küsterin der evangelischen Kirchengemeinde Wolbeck im Gemeindeteil Albersloh. Ihr Ehemann Franz wurde neun Jahre später als Hausmeister für die Gnadenkirche eingestellt. Er feiert also in diesem Jahr sein „20-Jähriges“ als Hausmeister.

Für beide war ihre Tätigkeit kein reiner „Job“, sondern eine Überzeugung. In ihrer langen Küsterzeit hat Dora Hallmann sechs Pfarrer beziehungsweise Pfarrerinnen kommen und gehen sehen. Für Franz Hallmann waren es immerhin fünf Pfarrer und Pfarrerinnen. Seit nunmehr vier Jahren ist Helga Wemhöner als Pfarrerin für Albersloh zuständig. „Alle diese Pfarrer und Pfarrerinnen wussten, dass sie sich auf die Arbeit von Ehepaar Hallmann verlassen konnten. Immer war die Kirche so vorbereitet, dass auch ein Pfarrer mit zwei Gottesdiensten pro Sonntag an verschiedenen Predigtstätten sicher sein konnte, dass alles seinen geregelten Gang geht“, erklärt Presbyterin Andrea Lammerding

Jeder, der einen Gottesdienst in der Gnadenkirche besucht, habe den wunderschönen Blumenschmuck am Altar bemerkt. Auch für die ökumenischen Gottesdienste im Freien sei dieser Blumenschmuck immer gerne ausgeliehen worden. Die immer wieder neuen Blumenarrangements seien auf die Jahreszeit und das Kirchenjahr abgestimmt. „Nur in den seltensten Fällen hat Dora Hallmann Blumen beim Floristen gekauft. Die meisten Blumen zieht sie gemeinsam mit ihrem Mann im eigenen Garten oder aber findet sie in der freien Natur. Fast schon legendär ist der verschwenderische Schmuck zum Erntedankfest“, so Andrea Lammerding.

Vieles von dem Obst und Gemüse, was den Erntedankaltar schmückt, stamme ebenfalls aus Hallmanns Garten.

Die Tätigkeit von Franz Hallmann sei auf den ersten Blick nicht so offensichtlich. Aber nur die wenigsten Gärten seien so gepflegt wie der Kirchgarten der Gnadenkirche. Auch sonstige Hausmeistertätigkeiten fielen nicht auf, weil sie erledigt seien, bevor jemand an einer defekten Glühbirne oder Ähnlichem Anstoß nehmen könnte.

„Wenn man katholische Albersloher fragt, wen sie von der evangelischen Kirche kennen, so fällt allen spontan das Ehepaar Hallmann ein. Sie sind immer für alle ansprechbar und im Dorf bekannt und beliebt. Mit der ihr eigenen lieben Art begrüßt Dora Hallmann jeden einzelnen Gottesdienstbesucher“, berichtet Andrea Lammerding. So manches persönliche Wort werde vor oder nach dem Gottesdienst gewechselt. Ebenso sei für Generationen von Konfirmanden die Gnadenkirche mit den Gesichtern des Ehepaars Hallmann verbunden.

Dora Hallmann habe als Küsterin schon so manches mehr oder weniger andächtige „Gekritzel“ entdeckt und ohne große Worte beseitigt.

„Wer so lange eine Kirchengemeinde mitgeprägt hat, braucht einen würdigen Rahmen zum Abschied“, betont Andrea Lammerding. Alle Gemeindeglieder oder auch Nichtgemeindeglieder sind eingeladen, diesen Rahmen für die Verabschiedung vom Ehepaar Hallmann mit zu bilden. Dazu wird zum Gottesdienst am Sonntag, 26. Oktober, um 10 Uhr eingeladen. Im Anschluss lädt das Presbyterium zu einem Imbiss in die Altenbegegnungsstätte der katholischen Schwestergemeinde ein. Dort wird es ausreichend Gelegenheit geben, dem Ehepaar Hallmann für seinen langjährigen Einsatz persönlich zu danken.

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