Sendenhorst
Gewaltiges Interesse

Freitag, 20.03.2009, 06:03 Uhr

Sendenhorst - „Gelenkschmerzen - Was tun?“ Über diese Problematik und darüber, wie man seine Beweglichkeit erhalten und wieder Lebensqualität gewinnen kann, wollten sich fast 400 Interessierte informieren. Sie besuchten am Mittwochnachmittag eine Veranstaltung zu diesem Thema im St.-Josef Stift. Gleich drei Räume mussten zur Verfügung gestellt werden, um alle Gäste unterbringen zu können.

Referenten waren der Chefarzt und der Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Traumatologie, Dr. Frank Horst und Dr. Holger Spittank, der Chefarzt der Abteilung für Rheumaorthopädie, Dr. Ludwig Bause , sowie Peter Müller, Leiter des Therapiezentrums und der Physiotherapie, sowie Physiotherapeut Stefan Schröder.

Ausführliche Informationen gab es von Dr. Bause über die Frage: Was ist Rheuma und welche Folgen können daraus entstehen? Vorgestellt wurden dabei auch die Erkrankungen des Bindegewebes und der Gelenke, Arthrose und Arthritis, Weichteilrheumatismus mit all den Folgeerscheinungen und eventuell später notwendigen Operationen an der Hand, sowie Gelenkersatz an Ellenbogen und Knie. Im St.- Josef-Stift könne kompetent geholfen werden, weil im Hause verschiedenen Abteilungen für ein Gesamtkonzept zur Verfügung stünden. „Manche Patienten warten viel zu lange, um Rheuma behandeln zu lassen“, so Dr. Bause.

Als „Endoprothesenzentrum Münsterland“ versorge das St.-Josef Stift etwa 800 Patienten im Jahr mit einer Hüftendoprothese und weitere 900 Patienten mit einer Knieendoprothese. Es sei auch eine der ersten Kliniken, die Kappenprothesen an den Schultern eingesetzt habe.

Besonderes Ziel der medizinischen Versorgung im Josef- Stift sei es, so oft wie möglich minimalinvasive Gelenkersatzoperationen einzusetzen, betonten Dr. Horst und Dr. Spittank als Spezialisten auf dem Gebiet der Arthrose. Die Patienten sollten möglichst schnell wieder mobil sein und am täglichen Leben teilnehmen können.

Die Mediziner erläuterten auch die Vorteile dieser Behandlungsmethode beim Ersatz des Hüftgelenks. Das Krankenhaus verfüge inzwischen über Erfahrungen bei über 600 Patienten.

Es ging beim Vortrag der beiden Orthopäden, die auch Spezialisten auf dem Gebiet der Arthrose sind, nicht nur um Prothesen und Operationen, sondern auch um mögliche Alternativen. Ein Grundsatz der Behandlung sei: Der Patient solle selber entscheiden, wann er eine Operation durchführen lassen will, betonte Dr. Horst. Wichtig sei: Wie ist die Beweglichkeit nach dem Gelenkverschleiß wieder hinzukriegen? Etwa 15 bis 20 Jahre könnten künstliche Gelenke halten. Wichtig sei allerdings, dass man möglichst gut über den Zustand seiner Gelenke vor und nach einer Behandlung informiert sei.

Neben den medizinischen Vorträgen stellten die Physiotherapeuten Peter Müller und Stefan Schröder auch dar, was der Patient selber zum Prozess seiner Gesundung beitragen kann. Im Therapiezentrum des Hauses werde unter fachkundiger Anleitung eine entsprechende Physiotherapie angeboten und gezeigt, wie Fehler im täglichen Leben und verschiedene Stolperfallen vermieden werden könnten.

Bei den Sportarten gab es sowohl Empfehlungen als auch Warnungen von den Therapeuten. In den stellenweise sogar recht humorvollen Vorträgen und durch zahlreiche Fragen der Zuhörer erfuhren diese nicht nur, wie Gelenkschmerzen beseitigt werden, sondern auch, wie sie damit umgehen oder sie vielleicht sogar vermeiden können. Das St.-Josef-Stift erweise sich wieder einmal als eine kompetente Anlaufstelle, sagte ein Teilnehmer am Ende.

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