Sendenhorst
Landwirte sammeln neue Eindrücke in Ostwestfalen

Sonntag, 07.03.2010, 14:03 Uhr

Albersloh - Früh am Morgen machten sich 31 Teilnehmern mit dem Bus auf in Richtung Rheda-Wiedenbrück. Für 9 Uhr war dort bei der Firma „ Tönnies Fleisch “ eine umfangreiche Werksbesichtigung geplant. In betriebseigener Montur ging es unter sachkundiger Führung durch die einzelnen Abteilungen des Schlacht- und Zerlegebetriebes mit insgesamt rund 5000 Mitarbeitern. Abschluss des Vormittages war eine kleine Diskussionsrunde mit dem Firmenvertreter zu aktuellen Fragen zum Betrieb und zur Situation am Markt.

Nach einer Stärkung in einem Restaurant in Wiedenbrück ging es weiter zur Firma Köckerling in Verl . Auf der Fahrt dorthin informierte der Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer Gütersloh, Warendorf und Münster, Ulrich Bultmann , über Besonderheiten der Agrarstruktur im Raum Ostwestfalen .

In Verl angekommen, erwartete die Teilnehmer eine interessante Führung durch die Fertigung der Firma Köckerling. Das Unternehmen ist ein kleinerer  Landtechnik-Hersteller mit den Schwerpunkten Bodenbearbeitung und Sätechnik. Auch dort wurden zahlreiche Fragen gestellt zu neuen Strategien im Ackerbau und neuen Geräten. Der Betrieb Köckerling hat rund 140 Mitarbeiter und liefert als Spezialist für pfluglose Bodenbearbeitung  seine Maschinen in die ganze Welt.

Nach der Besichtigung und Kaffee und Kuchen ging es weiter durch den Raum Ostwestfalen. Ulrich Bultmann erwies sich als perfekter Reiseführer mit detaillierten Kenntnissen über seine Heimatregion, heißt es im Bericht von Burkhard Schulze Dernebockholt.

Auch der 12 000 Hektar große Truppenübungsplatz Sennelager wurde angesteuert, wo heute die britischen Streitkräfte den Einsatz in Afghanistan üben, und von wo aus sie direkt ins Krisengebiet geflogen werden. Am Rande des Truppenübungsplatzes befindet sich eine Gedenkstädte für die vielen Opfer unter den sowjetischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg. In dem deutschen Kriegsgefangenenlager in der Senne starben nach neusten Erkenntnissen über 16 000 Menschen und wurden in Massengräbern beerdigt. Dieses dunkle Kapitel in der deutschen Geschichte wurde von Ulrich Bultmann mit vielen Hintergrundinformationen am Rande des Mahnmales erläutert.

Nach diesem Ausflug in die Vergangenheit ging es in einem großen Bogen durch Ostwestfalen an den Externsteinen und dem Hermannsdenkmal vorbei in Richtung Herford.

Dort wartete der letzte Programmpunkt der Tagestour auf die Teilnehmer - die Besichtigung der „Herforder Brauerei“. Nach einer Führung durch die Produktion und die Abfüllung stand der gemütliche Abschluss auf dem Programm. Im Gastraum wurde bei deftigem Essen und Musik das frisch Gezapfte verköstigt.

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