Sendenhorst
Viele Spenden für Friedensarbeit

Dienstag, 09.03.2010, 05:03 Uhr

Sendenhorst - Auf ein hervorragendes Sammelergebnis kann der Sendenhorster Ortsverband des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge stolz sein. Die zahlreichen Sammler trugen in der in Bezirke eingeteilten Ortslage insgesamt 5822,10 Euro zusammen, worüber auch der Vorsitzende des Ortsverbands, Stadtdirektor a.D. Heinrich Wiegard , besonders erfreut war. „Dabei wurden die Sammler auch überwiegend freundlich empfangen“, teilt Heinrich Wiegard mit.

Wie in den vergangenen Jahren hatten sich wieder zahlreiche Schützenbrüder aus Vorstand, Ehrengarde und Offizierskorps bereit erklärt, die Haussammlung für den Volksbund durchzuführen. Zum dritten Mal halfen einige Jungschützinnen, die ebenfalls erfolgreich sammelten und zum guten Gesamtergebnis beitrugen, was den Ortsverbandsvorsitzenden besonders freute.

Bei herrlichem Frühlingswetter, aber auch Schneetreiben hatten sich die Sammler von Donnerstag bis Samstag auf den Weg gemacht, um für die Kriegsgräberfürsorge und deren Friedensarbeit an den Haustüren zu sammeln.

Der Dank gilt allerdings neben den Schützen vor allem den zahlreichen Spendern, die dem Sendenhorster Ortsverband auch 2010 wieder ein großartiges Ergebnis bescherten.

Die Spenden sollen zum einen wiederum der Finanzierung der Jugendarbeit zugute kommen. Die Einbeziehung vieler junger Menschen in die Volksbundarbeit gilt als selbstverständlich. In Jugend- und Schulprojekten sollen junge Leute hautnah erfahren, welche Auswirkungen Krieg und Gewalt haben.

Mit praktischer Arbeit an Kriegsgräbern und in Seminaren werden junge Menschen mit Geschichte vertraut gemacht, die vielfach nur die Sprache der Gewalt kannte. Jugendliche verschiedener Nationen sollen bei den Begegnungen an den Gräbern die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erkennen und verstehen lernen, dass nur Verständigung, der Abbau von Vorurteilen, sowie Toleranz in eine friedliche Zukunft führen können.

An diesen Vorgaben orientiert sich auch der Sammlungszweck 2009/2010, der Ausbau der Jugendbegegnungsstätte des Volksbundes in Ysslsteyn (Niederlande) und der deutschen Kriegsgräberstätte in Kursk (Russische Förderation). Kursk war im Zweiten Weltkrieg ein Zentrum schrecklichen Geschehens. Die Kriegsgräberstätte liegt etwa 500 Kilometer südlich von Moskau. Kursk ist mit 435 000 Einwohnern ein Kultur- und Industriezentrum. Im August 1943 fand dort die wohl größte Panzerschlacht des Krieges statt.

„Mit dem Endergebnis dieser Sammlung können sich alle Helfer und Spender sehen lassen“, lautete Heinrich Wiegards Fazit. Denn wie bereits in den vergangenen Jahren bewege sich das Spendenaufkommen in Sendenhorst auch 2010 wieder auf einem hohen Niveau.

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