Albersloh: Transporter gerät auf Gegenfahrbahn und prallt gegen Bus voller Kinder
Schwerer Unfall beendet Ausflug

Albersloh -

Bei einem Unfall zwischen einem Bus voller Kinder und einem Transporter gibt es auf der Landesstraße 586 am Montagmorgen sechs Verletzte. Die Kinder waren auf dem Weg zu einer kirchlichen Veranstaltung.

Dienstag, 14.08.2012, 06:08 Uhr

Albersloh: Transporter gerät auf Gegenfahrbahn und prallt gegen Bus voller Kinder : Schwerer Unfall beendet Ausflug
Der Bus mit den Kindern landete nach dem Unfall mit dem Transporter im Straßengraben. Die Betreuer konnten aber alle aus Kinder dem Fahrzeug geleiten. Foto: Josef Thesing

Sie waren am Montagmorgen gegen 9 Uhr auf dem Weg aus Hiltrup zu einer kirchlichen Veranstaltung im evangelischen Gemeindehaus in Albersloh: 32 Kinder zwischen fünf und elf Jahren, ihre sieben Betreuer und der Busfahrer. 150 Meter vor der Ortseinfahrt Albersloh geschah auf der Landesstraße 586 das Unglück.

Der 33-jährige Fahrer eines Transporters aus Wiesbaden, der dem Bus entgegen kam, fuhr ohne erkennbaren Grund langsam nach links auf den Fahrstreifen des Gegenverkehrs. Der 72-jährige Busfahrer wich nach rechts aus. Den Zusammenprall der Fahrzeuge konnte er aber nicht verhindern, weil kein Platz mehr war. Drei Kinder sowie der Busfahrer wurden leicht und der Fahrer des Transporters schwer verletzt mit Rettungswagen in Krankenhäuser gefahren. Eine weitere Autofahrerin, die Ehefrau des 33-Jährigen, die mit ihrem Auto hinter dem Transporter fuhr, wurde ebenfalls leicht verletzt, so die Polizei.

„Ich saß auf meiner Terrasse und dachte, ein Flugzeug wäre abgestürzt. So laut hat es gekracht“, berichtet ein Albersloher. Als die ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst am Unfallort eintrafen, saßen die Kinder bereits in einer Gruppe auf dem angrenzenden Acker, berichtet Frank Rüdiger , Sprecher der Sendenhorster Feuerwehr. „Der Bus lag bereits im Graben. Wir haben dann die Insassen der wartenden Autos gebeten, uns zu helfen, die schockierten Kinder zu betreuen. Das hat sehr gut geklappt“, so Rüdiger weiter. Den Betreuern war es gelungen, die Tür zum Fahrzeug zu öffnen und die Kinder geordnet aus dem Bus zu geleiten. „Der Bus war leer“, berichtet Rüdiger.

Kurze Zeit später war ein Großaufgebot von Feuerwehr, Notärzten, Rettungswagen und Polizei am Unfallort, um sich um die Beteiligten zu kümmern. Im Einsatz waren drei Notärzte aus dem Kreis Warendorf und aus Münster sowie der leitende Notarzt des Kreises Warendorf.

Der Rettungsdienst war mit drei Rettungswagen aus dem Kreis Warendorf und zwei Fahrzeugen aus Münster zur Stelle. Zudem waren drei Krankentransporter im Einsatz.

Viel Arbeit hatte die Feuerwehr, die mit zwei Löschzügen und insgesamt 45 Wehrleuten vor Ort war. Auch der Kreisbrandmeister war an den Unfallort geeilt.

Die Polizei bemüht sich intensiv darum, die Unfallursache zu ermitteln. Der Zusammenstoß ereignete sich auf gerader Strecke mit freier Sicht für die Fahrer. Ein Hubschrauber fertigte aus der Luft Aufnahmen über den Unfallort an, die später Aufschluss über den Hergang geben sollen.

Die nicht verletzten Kinder wurden mit einem Linienbus, der die Unfallstelle passierte, ins evangelische Gemeindehaus in Albersloh gefahren, wo sie von vier Notfallseelsorgern, Polizeibeamten und Mitgliedern der Kirchengemeinde betreut wurden. Einige der Jungen und Mädchen hatten einen Schock erlitten.

Landrat Dr. Olaf Gericke suchte das Gemeindezentrum und später die Unfallstelle auf. „Es ist wichtig, dass wir in einem solchen Fall schnell reagieren und uns sofort um die Betroffenen kümmern. Es ist gelungen, die Kinder schnell von der Unfallstelle ins Gemeindehaus zu bringen. Die Betreuung konnte durch die Zusammenarbeit aller sofort beginnen“, erklärte Gericke.

Die viel befahrene Straße wurde weiträumig für einige Stunden gesperrt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 40 000 Euro.

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