Körperliche Grenzen einschätzen und erkennen.
Kraft, Mut, Konzentration

Sendenhorst -

Die Sportart „Parkour“ ist eine Herausforderung. Das merkten auch die zehn Teilnehmer des Workshops am Samstag schnell. Neben Mut und Kraft ist auch die Konzentration eine wichtige Voraussetzung für die Sportler.

Sonntag, 14.10.2012, 17:10 Uhr

Körperliche Grenzen einschätzen und erkennen. : Kraft, Mut, Konzentration
Cengiz ist zwar „Parkour“-Neuling, aber sportlich und besitzt offensichtlich Talent. Das „Tic Tac“, das Wandlaufen, klappte schon super. Foto: Anke Weiland

Mutig sollten die Sportler sein, sich aber dennoch nicht überschätzen. Zwei wichtige Eigenschaften für die Trendsportart „ Parkour “. Hierbei gilt es, den kürzesten und effizientesten Weg zwischen Start und Ziel zu nehmen und dabei alle Hindernisse zu überwinden. Das kann sowohl in der Stadt sein, aber auch in einer Sporthalle mit Sportgeräten und Wänden als Hindernissen.

Das Jugendzentrum „hotspot“ hatte am Samstag drei erfahrene Parkour-Trainer eingeladen, die zehn interessierte Jugendliche in die Sportart einwiesen. Der Workshop startete mit etwas Theorie im „hotspot“.

Drei wichtige Regeln erklärten die Trainer Ilker Cömertpay , Waldemar Adamov und Bengin Choli ihren Schülern: Zunächst soll die Umwelt geschont werden. Was bedeutet, dass alle Orte wieder so verlassen werden sollten, wie man sie vorgefunden hat. Außerdem wird beim „Parkour“ Rücksicht auf andere Personen genommen. Und die Sportler sollten ihre körperlichen Grenzen gut kennen, um Verletzungen vorzubeugen.

So geschult ging es in die Westtorhalle, wo nach dem Aufwärmen die verschiedenen Techniken zur Überwindung eines Hindernisses geübt wurden. Denn obwohl die Sportler beim Überwinden der Hindernisse ihrer eigenen Kreativität freien Lauf lassen dürfen, gibt es einige Grundtechniken, die das Verletzungsrisiko minimieren sollen. Hierzu wurde auch das Abrollen über die Schulter geübt.

Schnell merkten die Jugendlichen, dass diese Sportart sehr anspruchsvoll und anstrengend ist. Doch „Parkour“ kann jeder lernen, ist Bengin Choli überzeugt: „Sportlichkeit ist natürlich von Vorteil.“

Bei unterschiedlichen Sprüngen lernten die Jugendlichen Technik und Konzentration. Die einzige weibliche Sportlerin in der Gruppe, Ayse Parlak, war mit Begeisterung bei der Sache: „Es macht viel Spaß.“

Und obwohl alle Workshop-Teilnehmer Neulinge im „Parkour“ waren, gab es schnell die ersten Erfolgserlebnisse. Beim „Tic Tac“, dem Überwinden eines Hindernisses, indem man an der Wand entlangläuft, zeigten sich die Jugendlichen sehr geschickt. Auch der „Wall Flip“, ein Überschlag an der Wand, gelang einigen Anfängern mit Hilfe einer dicken Matte bereits gut.

„Am Anfang ist die Angst noch größer als die Konzentration“, weiß Waldemar Adamov. Der 17-jährige Beelener macht seit sechs Jahren „Parkour“ und leitete bereits verschiedene Gruppen. „Mit der Routine wird auch die Konzentration besser. Aber ein bisschen Angst hat man immer dabei.“ Das sei auch gut so, denn so überschätze man sich nicht.

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