Nach dem Großbrand der Raiffeisen-Genossenschaft
Löscharbeiten haben Abwasser in Sendenhorst stark verschmutzt

Sendenhorst -

Der Großbrand an der Raiffeisen-Genossenschaft Mitte Oktober hat nicht nur große Teile der Gebäude zerstört. Die Löscharbeiten haben auch dazu geführt, dass das Wasser, das durch den Regen- und Mischwasserkanal von der Telgter Straße zur Kläranlage gespült wurde, erheblich verschmutzt war.

Dienstag, 27.11.2012, 08:11 Uhr

Nach dem Großbrand der Raiffeisen-Genossenschaft  : Löscharbeiten haben Abwasser in Sendenhorst stark verschmutzt
Im Löschwasser lösten sich auch Pestizide auf. Foto: Wolff

Das hatte einen Großeinsatz der Mitarbeiter des Abwasserwerkes zur Folge, berichtet die Stadtverwaltung in der Vorlage für die Sitzung des Betriebsausschusses am kommenden Donnerstag. Im Löschwasser hätten sich große Mengen an Kunstdünger und Blaukorn aufgelöst, was zu einer hohen Belastung mit Stickstoff und Blaukorn geführt habe.

Erlaubten Konzentrationswerte überschritten

Das hatte zur Folge, dass die erlaubten Konzentrationswerte „weit überschritten“ worden seien, weshalb die Verwaltung der Bezirksregierung einen Rechenschaftsbericht geben musste. Die Konzentration der organischen Stoffe im Abwasser sei 3000 Mal höher gewesen als üblich. 1500 Kubikmeter Löschwasser seien in zwei Pufferbehältern an der Kläranlage zwischengelagert worden. Mit Pestiziden verseuchtes Wasser wurde von einer Spezialfirma entsorgt. Die Verwaltung berichtet, dass die „Betriebssicherheit“ der Kläranlage erst rund fünf Wochen nach dem Brand wieder hergestellt werden konnte.

Brand verursachte Schaden in Millionenhöhe

Der Großbrand zerstörte Mitte Oktober das Gebäude der Raiffeisen-Genossenschaft an der Telgter Straße . Vermutlich durch Funkenflug fingen auch vier Gartenhäuser in der benachbarten Kleingartensiedlung Feuer. Dutzende Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet waren im Einsatz. Die Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. In ersten Schätzungen der Polizei wird ein Schaden in Millionenhöhe vermutet. Nach Angaben von Raiffeisen-Geschäftsführer Norbert Hunkemöller hätten alleine die in den Lagerhallen untergebrachten Waren einen Wert von etwa einer Million gehabt.

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