Aktion „Gelber Hund“ hat auch in Sendenhorst schon Anhänger
Bitte Freiraum gewähren

Sendenhorst -

Bei vielen „Hundeleuten“ ist das „Gelbe Band“ inzwischen ein durchaus schon bekanntes Zeichen, das auch in Hundeschulen vertreten wird. Die gelbe Markierung am Hund heißt schlicht und einfach: „Mein Hund braucht etwas mehr Freiraum als andere”. Eine Aktion, die auch die Sendenhorsterin Veronika Kocker unterstützt.

Montag, 13.05.2013, 06:05 Uhr

Collie „Aspen“ hat gelernt, dass es Kontakt zu Artgenossen an der Leine nicht gibt. Nun hofft er, dass auch andere diese Regeln kennenlernen und respektieren. Vor einiger Zeit hat Frauchen Veronika Kocker seine Leine daher mit einem gelben Band markiert. Spielen, Schnuppern und Herumtoben ist ohne Leine sowieso viel schöner.
Collie „Aspen“ hat gelernt, dass es Kontakt zu Artgenossen an der Leine nicht gibt. Nun hofft er, dass auch andere diese Regeln kennenlernen und respektieren. Vor einiger Zeit hat Frauchen Veronika Kocker seine Leine daher mit einem gelben Band markiert. Spielen, Schnuppern und Herumtoben ist ohne Leine sowieso viel schöner. Foto: Annette Metz

„Aspen“ ist ein Collie – und berufstätig. Er „arbeitet“ mit Frauchen Veronika Kocker in einer Rettungshundestaffel. Dazu wird von „Aspen“ bei vielen Gelegenheiten ein besonderer Gehorsam gefordert. Und diesen zu leisten, ist im Alltag bei vielfältigen Ablenkungen nicht immer einfach. Deshalb trägt „Aspen“ seit einiger Zeit ein Zeichen an der Leine, das ihm dabei helfen soll: ein gelbes Band.

Besonders wenn das Paar auf durchaus gutmeinende Artgenossen trifft, hat „Aspen“ oft keine andere Wahl, als gelernte Regeln zu brechen. Den Satz „Darf meine Kleine mal eben guten Tag sagen“, hört Veronika Kocker nämlich gar nicht so gerne. „Wenn ,Aspen‘ an der Leine geht, dann hat er gelernt, sich nicht um andere Hunde zu kümmern“, erklärt Veronika Kocker. Das ist nicht immer ganz einfach umzusetzen. Viele Erklärungen sind notwendig. Manche zeigen auch wenig Verständnis. Seit einiger Zeit trägt „Aspen“ daher ein gelbes Band an der Leine.

Vielen „Hundeleuten“ ist das inzwischen ein durchaus schon bekanntes Zeichen, das auch in Hundeschulen vertreten wird. Die gelbe Markierung am Hund heißt schlicht und einfach: „Mein Hund braucht etwas mehr Freiraum als andere”.

Die Aktion „ Gelber Hund“ stammt aus Schweden . Es gibt viele Gründe, hat auch Veronika Kocker schon in ihrer Hundeschule in Vorhelm gelernt, warum ein Hund mehr Freiraum braucht oder dem Kontakt mit anderen Hunden an der Leine lieber aus dem Weg geht. Der Hund kann krank sein, vielleicht auch ansteckend. Der Hund kann in der Ausbildung sein, etwa zum Therapiehund, oder einfach im täglichen Training. Der Hund kann sich in der Reha befinden, oder einfach alt sein. Der Hund kann ein Hund aus dem Tierschutz sein und hat vor seiner Umgebung noch Angst. Der Hund kann schlechte Erfahrungen gemacht haben und will fremde – egal wie freundliche – Hunde nicht einfach so begrüßen. Es kann sich um eine läufige Hündin handeln. Oder er ist – wie „Aspen“ – „berufstätig“.

„Viele Streitereien zwischen Hunden entstehen an der Leine, weil individuelle Distanzenbereiche nicht eingehalten werden, oder vielleicht unsichere Hunde sich nicht zurückziehen können. Hunde, die gelernt haben, dass es an der Leine keinen Kontakt zu anderen Hunden gibt, verhalten sich viel entspannter, solange auch ihr Gegenüber diese Regel einhält“, weiß sie aus Erfahrung. Veronika Kocker hofft nun, dass ihr das gelbe Zeichen, je weiter es sich verbreitet, künftig viele Erklärungen erspart.

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