Umgestaltung der Sendenhorster Innenstadt
Nur Kotelett – kein Filet

Sendenhorst -

Wer ein Kotelett bestellt, bekommt kein Filet. Dieses Bild nutzte die Politik in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt bezogen auf Umgestaltung der Innenstadt. Denn das jetzt vorliegende Konzept ist gegenüber den Ursprünglichen Vorstellungen deutlich abgespeckt.

Mittwoch, 16.10.2013, 15:10 Uhr

Was hat ein Kotelett mit der Neugestaltung der Sendenhorster Innenstadt zu tun? Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am Dienstagabend jede Menge. „Wer in ein Restaurant geht und ein Kotelett bestellt, der kann nicht erwarten, dass er ein Schweinefilet bekommt“, sagte SPD-Sprecher Ralf Kaldewey . Es sei eben „nur ein Kotelett“, pflichtete später CDU-Sprecher Ludger Breul bei.

Beide stuften damit das ein, was von den ursprünglichen Vorstellungen für die Umgestaltung der Innenstadt übrig gebleiben ist – vor allem im Bereich des „Kirchgrüns“. Und sahen das am Ende pragmatisch, auch wenn es „schade“ sei, dass die Kirchengemeinde nicht so mitmache, wie erhofft. „Wenn andere nicht mitspielen, können sie halt nichts machen“, meinte Breul. Aber: „Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach“, bemühte er ein abgewetzte Lebensweisheit.

Zumal, so Breul, die Umgestaltung der Innenstadt ja erst dann so richtig in die Gänge komme, wenn die Ortsumgehung realisiert werde.

Doch auch die „abgespeckte“ Version lasse noch einigen Raum für Entfaltung, weshalb die Fraktionen dem überarbeiteten Handlungskonzept zustimmten. Die endgültigen Entscheidungen werden aber erst in den nächsten beiden Sitzungen des Ausschusses in diesem Jahr gefällt.

Dann geht’s auch ums Geld. Und um die Frage, was geschehen soll, wenn die Stadt keine Förderung der prognostizierten Gesamtkosten in Höhe von 636 000 Euro erhält. Dann gelte es, darüber nachzudenken, wie die Vorhaben über den städtischen Haushalt – Stichwort „Kredite“ – finanziert werden könnten, erklärte Bürgermeister Berthold Streffing. Auch die Frage nach den Folgekosten – etwa die des Wasserspiels – könnten derzeit noch nicht beziffert werden.

Neben Lob für das Gebliebene gab’s auch Kritik. Etwa daran, dass es nicht möglich sei, Sitzgelegenheiten auf der Kirchenmauer zu installieren. Diesen Wunsch hatte es im Vorfeld vielfach gegeben.

Insgesamt sei man „kurz gesprungen“, fasste Hans-Ulrich Menke zusammen – aber „nicht zu kurz“.

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