Raiffeisen-Genossenschaft
Kein Wiederaufbau an der Telgter Straße

Sendenhorst -

Einen Wiederaufbau der Gebäude der Raiffeisen-Genossenschaft an der Telgter Straße wird es nicht geben. Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat dem am Donnerstagabend einstimmig eine Absage erteilt.

Freitag, 08.11.2013, 08:11 Uhr

Einen Wiederaufbau der Gebäude der Raiffeisen-Genossenschaft an der Telgter Straße wird es nach menschlichem Ermessen nicht geben. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat am Donnerstagabend einstimmig beschlossen, dass der bestehende Flächennutzungs- und Bebauungsplan geändert werden sollen.

Auf dem bisherigen Gelände der Genossenschaft soll auf diesen planerischen Grundlagen Wohnbebauung entwickelt werden. Damit in der Planungsphase nicht voreilig andere Tatsachen geschaffen werden können, soll der Rat der Stadt in seiner nächsten Sitzung eine Veränderungssperre erlassen. „Für die bestehende Bauvoranfrage der Genossenschaft werden wir das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilen“, erklärte Bauamtsleiterin Katja Usunov für die Stadtverwaltung. Wie berichtet, hatte die Genossenschaft eine entsprechende Anfrage an den zuständigen Kreis Warendorf gerichtet.

Alle Fraktionen waren sich am Donnerstagabend vor Zuhörern beider „Lager“ einig, dass dem historisch gewachsenen „Missstand“ ein Ende bereitet werden solle. Auf eine ausführliche Diskussion wurde dabei verzichtet. „Wir tragen die Ausführungen der Stadtverwaltung voll mit“, lautete der einhellige Tenor. Dabei wurde auch das Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht, dass es bislang in vielen Gesprächen nicht gelungen sei, in Sendenhorst einen Standort für die Genossenschaft zu finden, der die Interessen aller in der Stadt berücksichtige.

Wie es aus Sicht der Raiffeisen nun weiter geht, ist offen. Politik und Verwaltung machten deutlich, dass jetzt alle Anstrengungen unternommen werden müssten, die Genossenschaft am Standort Sendenhorst zu halten, wenngleich auch an anderer Stelle. „Wir sind sehr daran interessiert, sie im Ort zu halten“, erklärte etwa Christiane Seitz-Dahlkamp für die SPD-Fraktion. 

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