Anspruchsvolles Flötenkonzert in der Kirche
Klassisches bei Kerzenschein

Sendenhorst -

Mit Stücken aus drei Jahrhunderten begeisterte das Flötenquartett „Adelore“ in der evangelischen Kirche. Neben Musik gab es viel Wissenswertes über die Komponisten zu hören.

Montag, 30.12.2013, 15:12 Uhr

Mit Stücken aus drei Jahrhunderten begeisterte das Flötenquartett Adelore “ am Sonntagabend die fast 50 Gäste in der evangelischen Friedenskirche. Sabine Ahlers, Josef Demming, Theodor Lohölter und Hannelore Rehsöft hatten neben den dargebotenen Instrumentalstücken auch einige bekannte Weihnachtslieder zum Mitsingen vorbereitet.

Pastorin Ute Böning begrüßte die Zuhörer und lud zum gemeinsamen Genießen der Flötenmusik bei Kerzenschein ein. „So können wir in der Weihnachtszeit noch ein wenig zur Ruhe kommen“, richtete sie ihren Dank an die vier Musiker. Flötist Theodor Lohölter begleitete den Auftritt des Quartetts mit amüsanten und wissenswerten Ausführungen zu den verschiedenen Komponisten.

So komponierte Johann Hermann Schein im 17. Jahrhundert viele Stücke, in denen vier Flöten gleichrangig zum musikalischen Ganzen zusammenfinden könnten, erklärte Lohölter. Und auch über den Barock-Komponisten und Autodidakten Georg Philipp Telemann wusste der Flötist einiges zu berichten. So habe Telemann bereits im Alter von zehn Jahren seine Liebe zur Musik entdeckt und mit dem Komponieren begonnen – gegen den Willen seiner Eltern, die wollten, dass er Jura studiert. Während seines Studiums in Leipzig schuf er bereits viele seiner Werke und gründete ein Amateurorchester.

Nach seinem Tod aufgrund seiner mehr als 3600 geschriebenen Werke zunächst als Vielschreiber von geringer Qualität verpönt, wurde er mit seinen doch hochwertigen Werken erst im 20. Jahrhundert wiederentdeckt, so Lohölter.

Einige seiner harmonisch geschriebenen Werke spielten die vier Flötisten an diesem Abend. Auch einige Stücke des zeitgenössischen tschechischen Künstlers Jiří Laburda hatte „Adelore“ vorbereitet. Laburda stehe für neue weihnachtliche Musik, die man so spielen solle, „dass sie den Aufführenden Freude bringt und das Atmosphärische des Weihnachtsfestes entsteht“, zitierte Lohölter. Dass dem Flötenkreis dies gelungen war, davon zeugte der begeisterte Applaus der Zuhörer zum Ende des Konzertes.

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