Zwei neue Projekte der Sendenhorster Pfadfinder
Der fünfte Turm zu Sendenhorst

Sendenhorst -

Mit zwei neuen Projekten wollen die St.-Georgs-Pfadfinder Sendenhorst das Gelände am „Jugendgästehaus Himmelreich“ weiterentwickeln. Projekt eins, ein so genannter Solar-Tracker, beschäftigt sich dabei mit dem Thema Energiegewinnung und Bewusstseinsbildung bei jungen Leuten. Projekt zwei, ein Aussichtsturm, soll die Naturverbundenheit der Gäste und die Attraktivität des Geländes steigern.

Donnerstag, 03.04.2014, 15:04 Uhr

Mit zwei Projekten wollen die St.-Georgs-Pfadfinder Sendenhorst das Gelände am „ Jugendgästehaus Himmelreich“ weiterentwickeln. Projekt eins, ein so genannter Solar-Tracker, beschäftigt sich dabei mit dem Thema Energiegewinnung und Bewusstseinsbildung bei jungen Leuten. Projekt zwei, ein Aussichtsturm, soll die Naturverbundenheit der Gäste und die Attraktivität des Geländes steigern.

Nach der Anpflanzung der beiden Waldflächen am Himmelreich sei der Wunsch aufgekommen, die Entwicklung des Geländes aus der Vogelperspektive beobachten zu können, erklärte Max Linnemann-Bonse als Vertreter der Sendenhorster Pfadfinder. So hätten die Pfadfinder einige Modellvarianten durchgespielt und sich schließlich in Anlehnung an Turmprojekte von Vladimir Shukhov für eine Rundholzkonstruktion in Form eines „Rotationshyperboloids“ entschieden. Am Südlichen Zipfel des Geländes, also direkt am Zugang zum Himmelreich, soll dieser Turm, etwa sieben Meter von der Straße entfernt, aufgestellt werden. Er stehe damit auf privatem Grund, solle aber öffentlich zugänglich sein.

Verwendet werden sollen Lärchenholzstämme. Die Höhe ergibt sich dabei aus der Länge der Stämme. Doch bei einer Stammlänge von etwa zwölf Metern, ist das geplante Niveau der Aussichtsplattform in etwa zehn Metern Höhe zu finden. Damit, so hoffen die Pfadfinder, könne der Turm sehr lange freie Sicht auf das Gelände und übrigens auch auf die Umgebung und die Stadt Sendenhorst bieten, selbst wenn die Bäume später ausgewachsen sind.

Im Innern des Turmes wird eine Spindeltreppe mit rund 60 Stufen angebracht. Entsprechende Zwischenebenen und Geländer sollen für die Absicherung des Turmes sorgen.

Um die Nutzer des Jugendgästehauses für den Umgang mit Energie zu sensibilisieren, möchten die Pfadfinder außerdem auf dem Gelände eine Photovoltaik-Anlage auf einem Tracker installieren. Dieser Tracker, also der Ständer, der das Solarpanel motorgetrieben jeweils optimal auf den Stand der Sonne ausrichtet, soll zwischen dem Haupthaus und der Schallschutzwand aufgebaut werden. Ein großer Teil der Energie soll im Haus selbst verbraucht werden. Außerdem sollen Energiespeicher eingebaut werden. „Die Visualisierung aller Vorgänge von der Erzeugung, der Speicherung und dem Verbrauch soll die Besucher des Jugendgästehauses anregen, sich zum Thema Energie auszutauschen und die vorhandenen Ressourcen möglichst schonend für die eigene Lebensgestaltung einzusetzen“, erklärten die Pfadfinder in der Sitzung.

Beide Projekte, für die zum Teil eine Änderung des vorhandenen Bebauungsplanes notwendig ist, fanden im Stadtentwicklungsausschuss Zustimmung und viel Lob von allen Seiten. Die Projekte könnten nicht nur für die Pfadfinder, sondern für ganz Sendenhorst zu einem Gewinn werden, waren sich die Kommunalpolitiker einig. Und so wird nun zunächst das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes eingeleitet, ehe die beiden Anlagen konkret gebaut werden können.

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