„Fairmobil“ macht im siebten Jahrgang der Realschule Station
Sicher und fair durchs Netz

Sendenhorst -

Erstmals ist das „Fairmobil“ in diesen Tagen auch bei den Schülern der siebten Klassen der Realschule St. Martin Bestandteil des Unterrichts gewesen. „Die Schülervertretung hat den Besuch des ‚Fairmobils‘ angeregt“, berichten die Lehrerinnen der Klassen 7a und 7c, Judith Vosseberg und Magdalene Jackenkroll. „Diesmal aber mit dem Schwerpunkt moderne Medien.“

Mittwoch, 27.08.2014, 09:08 Uhr

Genau hinzuhören, war bei der Station „Der Ton macht die Musik“ wichtig.
Genau hinzuhören, war bei der Station „Der Ton macht die Musik“ wichtig. Foto: Anke Weiland

Es ist bereits Pflichtprogramm für die Fünftklässler der Realschule St. Martin . Doch erstmals ist das „ Fairmobil “ in diesen Tagen auch bei den Schülern der siebten Klassen Bestandteil des Unterrichts gewesen. „Die Schülervertretung hat den Besuch des ‚Fairmobils‘ angeregt“, berichten die Lehrerinnen der Klassen 7a und 7c, Judith Vosseberg und Magdalene Jackenkroll . „Diesmal aber mit dem Schwerpunkt moderne Medien.“

Neben der Sorglosigkeit im Umgang mit persönlichen Daten im Netz häuften sich auch Vorfälle von Cybermobbing unter den Jugendlichen. „Es ist schon erschreckend, was da abläuft“, haben die Lehrerinnen selbst bereits erleben müssen. Durch die angebliche Anonymität fehle jede Hemmschwelle im Umgang miteinander. So haben die Mitarbeiter vom „Fairmobil“ dieses Mal neben Stationen und Übungen zur Teambildung verstärkt Material und Aufgaben zur Medienkompetenz und Gewaltprävention in sozialen Netzwerken vorbereitet.

„Safer Hacking“ ist beispielsweise ein Quiz, in dem die Schüler ihr Wissen über das Internet, Chatrooms, Computer, Handys und soziale Netzwerke testen können. An der „Litfaßsäule“ bestimmten die Jugendlichen selbst, welche persönliche Daten in ihrem Profil öffentlich zu sehen sein sollen. Wie stellen sie sich in der Öffentlichkeit dar und wie wirken sie auf andere? „Gute Tipps“ gab es zum Verhalten in Chatrooms und zum Umgang mit Cybermobbing.

Und im „gläsernen Zimmer“ wurden Regeln, die die Schüler für ihr eigenes Zimmer in Bezug auf Fotos, Unterhaltungen, Adressen und ähnlichem aufgestellt hatten, auf das Profil im sozialen Netzwerk angewandt. Gelten die Regeln der Realität auch in der virtuellen Welt, oder sollten sie strenger sein?

Auch in der Realität sollen die Schüler durch die Aktion des „Fairmobils“ einen achtsamen Umgang miteinander lernen. Um das Erkennen von Stimmungen und um die richtige Aufmerksamkeit des Gesprächspartners ging es an der Station „Der Ton macht die Musik“. „Wenn man freundlich ist, bekommt man auch Freundlichkeit zurück“, erklärte Larissa, die gemeinsam mit einigen Zehntklässlern der Realschule das Team des „Fairmobils“ an den Stationen unterstützte.

Es ging dabei nur um einen einzigen Satz, an dem die Schüler die Stimmung ihres Mitschülers erkennen sollten. Wie gut können die Jugendlichen ihre Stimmungen ausdrücken. Wie gut erkennen sie die Stimmung ihres Mitschülers? „Es ist ein bisschen wie Theater spielen, aber nur mit der Stimme“, erklärte Larissa die Aufgabe. „Denn, das zu erkennen, ist auch in der Klasse wichtig, sonst kommt es schnell zu Missverständnissen.“

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