Umsetzung des Kinderbildungsgesetzes in der Kita „Stoppelhopser“
Vom Bällchenbad zur Bildung

Sendenhorst -

Wie wird das überarbeitete Kinderbildungsgesetzes in der Kita „Stoppelhopser“ umgesetzt? Die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass informierte sich.

Mittwoch, 01.10.2014, 16:10 Uhr

Während die Kinder fröhlich im Bällchenbad spielten, begrüßte Leiter Dieter Lohmann die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass in der Kita „ Stoppelhopser “. Die Abgeordnete traf sich zum Austausch über die aktuelle Situation in der Kita nach der Revision des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) mit Lohmann, seiner Stellvertreterin Annegret Siemann und Melanie Barfues, Vertreterin des Trägervereins.

Den Besuch nutzte Annette Waterman-Krass auch, um sich über die baulichen Veränderungen in der Kita in den vergangenen Jahren zu informieren, heißt es in einem Bericht der Abgeordneten. „Nachdem wir vor Kurzem die Revision des KiBiz beschlossen haben, möchte ich mich gern vor Ort informieren, wie die geplanten Veränderungen gesehen werden. Als Politikerin ist das Feedback von Experten in den Einrichtungen besonders wichtig, um zu prüfen, ob man auf dem richtigen Weg ist“, stellte Annette Watermann-Krass fest.

Dieter Lohmann machte deutlich, dass Erzieherinnen und Erzieher die Neuerungen teils mit gemischten Gefühlen sähen. „Es gibt vieles, was wir begrüßen. Zum Beispiel die Verfügungspauschale für Personalkosten und die Verbesserungen für die Personalplanung. Auch die Abschaffung der ,Delfin-4-Sprachtests’ ist eine richtige Entscheidung. Aber die Umstellung der Finanzierung auf eine alltagsintegrierte Sprachförderung stellt uns auch vor neue Herausforderungen.“ Sprachförderung im Alltag werde von Erziehern schon immer geleistet, aber nun kämen weitere Anforderungen hinzu, während die Mittel künftig anders verteilt würden und damit für einige Einrichtungen wegfielen.

Annette Watermann-Krass stimmte zu, dass es eine gewisse Zeit brauchen werde, bis sich die Umstellung in den Einrichtungen eingespielt habe. Sie wies auch darauf hin, dass für die Fortbildung von Mitarbeitern Landeszuschüsse zu den Kosten bereitgestellt würden.

Im Verlauf des Besuchs ging es auch um verschiedene Systeme zur Dokumentation von Bildungsfortschritten und um die Zusammenarbeit der Kitas in Sendenhorst . Diese laufe sehr gut, berichtete Dieter Lohmann.

„Wir sehen, dass wir mit den Reformen auf dem richtigen Weg sind. Trotzdem müssen wir langfristig eine nachhaltige Lösung für die Finanzierung der Kinderbetreuung in NRW finden“, zog die Abgeordnete zum Abschluss eine erste Bilanz des Besuchs. Die ersten Jahre im Leben eines Kindes seien die wichtigsten und müssten besonders gestaltet werden.

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