Gemeindeversammlung zum Pastoralplan
Neue Ideen und gute Gespräche

Sendenhorst/Albersloh -

Begeistert zeigten sich die Organisatoren angesichts der vielen Gemeindemitglieder, die am Freitagabend gekommen waren, um sich aktiv an der Gestaltung des Pastoralplans für die Pfarrgemeinde St. Martinus und Ludgerus zu beteiligen.

Sonntag, 06.11.2016, 14:11 Uhr

Das Interesse an der Gemeindeversammlung in den Räumen der Realschule St. Martin war riesig. Begrüßt wurden die Gemeindemitglieder von Petra Greiwe und Maria Strohbücker (v.l.).
Das Interesse an der Gemeindeversammlung in den Räumen der Realschule St. Martin war riesig. Begrüßt wurden die Gemeindemitglieder von Petra Greiwe und Maria Strohbücker (v.l.). Foto: Christiane Husmann

Begeistert zeigten sich die Organisatoren angesichts der vielen Gemeindemitglieder, die am Freitagabend gekommen waren, um sich aktiv an der Gestaltung des Pastoralplans für die Pfarrgemeinde St. Martinus und Ludgerus zu beteiligen. Weitere Stühle mussten herangeschafft werden, um allen Zuhörern einen Platz in der Pausenhalle der Realschule St. Martin bieten zu können.

Maria Strohbücker und Petra Greiwe begrüßten im Namen des Pfarreirates die Gemeindemitglieder. Alle Generationen waren vertreten. In einer kurzen Einführung erklärten sie, worum es sich bei der Gemeindeversammlung drehen sollte: „Es geht um den Pastoralplan, unseren Pastoralplan, für unsere Gemeinde, zugeschnitten auf unsere Bedürfnisse und Möglichkeiten.“ Auf die Frage „Was ist ein Pastoralplan eigentlich?“ hatte Elke Oestermann vom Organisationsteam die Antwort: „Kurz gesagt, ein Plan für das, was in den nächsten Jahren in unserer Pfarrgemeinde los sein soll.“ Wie man auch für Urlaubsreisen oder große Feiern in der Familie einen Plan mache, so sei es auch für einen Pfarrgemeinde sinnvoll einen Plan zu haben, der zu einem möglichst guten Gelingen des Gemeindelebens führen soll.

„Das Bistum Münster hat schon 2013 einen bistumsweit geltenden Pastoralplan in Kraft gesetzt und gibt nun vor, dass auch jede einzelne Gemeinde ihren eigenen, lokalen Pastoralplan entwickeln soll“, erklärte Elke Oestermann weiter. Dabei soll die sogenannte Steuerungsgruppe, eine Arbeitsgruppe, die vom Pfarreirat beauftragt wird, die Erstellung des Plans anstoßen und vorantreiben.

Bevor sich die Gemeindemitglieder daran machten, sich mit ihren Ideen, konstruktiver Kritik und Gesprächen an der Gestaltung des Pastoralplans zu beteiligen, stellte sich Anne Gravendyk von der Abteilung „Gemeindeentwicklung“ des Generalvikariats Münster vor, die den Abend moderieren sollte. Nachdem Pastoralreferentin Eva Maria Jansen die Gemeindemitglieder zu einem biblischen Impuls eingeladen hatte, ging es an die aufgebauten Flipcharts, auf denen zwölf verschiedene Themen, wie beispielsweise Familie, Begegnung, Senioren, Jugend oder Ökumene aufgeführt waren.

Schnell füllten sich die weißen Blätter mit Anregungen, wie „Kinder noch mehr mit in unsere Kirche einbeziehen“, „Austausch mit anderen Religionen“, „mehr soziale Kollekten“ oder ganz allgemein „Entstauben, und offen sein für Neues“. Konkretisiert, zusammengefasst und erläutert wurden die verschiedenen Punkte in zwölf gebildeten Gruppen, denen sich die Gemeindemitglieder nach jeweiligem Interessenschwerpunkt anschlossen. In den Klassenräumen der Realschule wurde angeregt diskutiert, kritisiert und inspiriert.

„Man sieht, dass den Menschen etwas an ihrer Gemeinde liegt“, resümierte Petra Greiwe am Abend zufrieden und ergänzte: „Für uns als Steuerungsgruppe ist es wichtig, Input zu bekommen.“

Viel Input hatte die Steuerungsgruppe auch durch die erst kürzlich durchgeführte Fragebogenaktion erhalten. Immerhin waren 419 Einzelfragebögen ausgefüllt worden, bei der sich die Altersstruktur als sehr gemischt erwiesen hatte. „Wir sind immer für alle Gemeindemitglieder erreichbar, ob telefonisch oder per E-Mail unter steuerungsgruppe@st.martinus-und-ludgerus.de“, ergänzte Petra Greiwe, die überzeugt ist: „Jetzt hat die Gemeinde die Chance, sich aktiv zu beteiligen“.

Bevor Pfarrer Wilhelm Buddenkotte den Abend mit einem Segen beschließen sollte, bedankten sich die Organisatoren bei den vielen Helfern, die die Gestaltung der Gemeindeversammlung ermöglicht hatten. Die Steuerungsgruppe nahm schließlich zwölf Themenkörbe entgegen, die nach einem konstruktiven Abend mit vielen Anregungen gefüllt worden waren. Diese sollen nun zeitnah ausgewertet werden.

Mit einem Bericht zu den Ergebnissen dieser Auswertung soll bis zum Neujahrsempfang gerechnet werden können.

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