Vom Reisepass bis zur Friedhofshalle
Gebühren sind in der Stadtkasse allgegenwärtig

Sendenhorst/Albersloh -

Wer etwas von der Stadt will, muss meistens zahlen. Was dabei für die Kasse herumkommt, das steht im Haushaltsplan.

Donnerstag, 17.11.2016, 16:11 Uhr

Einnahme Meldeamt:  Rund 60 000 Euro nimmt die Stadt im kommenden Jahr für Personalausweise, Reisepässe, Führungszeugnisse und im Standesamt ein.
Einnahme Meldeamt:  Rund 60 000 Euro nimmt die Stadt im kommenden Jahr für Personalausweise, Reisepässe, Führungszeugnisse und im Standesamt ein. Foto: dpa

Bürgermeister Berthold Streffing hat seinen Haushalt für das kommende Jahr vorgestellt, den die Fraktionen in diesen Wochen beraten, bevor er im Dezember verabschiedet wird. Insgesamt sollen 24,5 Millionen Euro ausgegeben werden. Doch wofür? Die WN nehmen in einer kleinen Serie einige Positionen bei Soll und Haben genauer unter die Lupe.

Im Haushaltentwurf für 2017 taucht in der Übersicht wieder eines dieser wunderbaren Haushaltstermini auf: „öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte“. Hinter diesem Begriff verbergen sich nichts anderes als Gebühren, Beiträge und – im Fall des Hallenbades – Eintrittsgelder. Also das, was die Bürger der Stadt neben Steuern und Co. auf den Tisch legen müssen. Und das sind im kommenden 2,15 Millionen Euro, 140 000 Euro mehr als im laufenden Jahr.

Wer ins Rathaus geht und einen neuen Pass haben will, muss zahlen. Rund 60 000 Euro nimmt die Stadt im kommenden Jahr für Personalausweise, Reisepässe , Führungszeugnisse und im Standesamt ein.

Für die Offenen Ganztagsschulen müssen Eltern zahlen. 2017 sind das in Sendenhorst 18 000 Euro und in Albersloh 26 500 Euro.

Die Gebühren für die Straßenreinigung, die von den Grundbesitzern zu zahlen sind, belaufen sich auf 94 000 Euro. Für die Abfallbeseitigung müssen die Sendenhorster und Albersloher 950 000 Euro berappen. Und an Wasserverbandsgebühren sind von den Anliegern der Gewässer 106 000 Euro fällig.

Die so genannten „Benutzungsgebühren“ steigen auf 385 000 Euro. Hierunter fällte eine ganze Latte von Einnahmen, die von der Friedhofshalle (6000 Euro) über Wochenmärkte und Veranstaltungen (10 500 Euro) sowie Feuerwehr (6000 Euro) bis zur Unterbringung von Flüchtlingen in städtischen Wohnungen (363 000 Euro) reichen. Bei Letzterem ergibt sich auch die größte Steigerung zum Vorjahr.

Und schließlich ist da noch das Hallenbad. Hierfür sind 102 000 Euro Einnahmen und Gebühren (Schulen und Kitas) veranschlagt.

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