Evangelische Gemeinde nimmt die Zukunft in den Blick
Verlässlicher Partner vor Ort

Sendenhorst -

Die evangelische Kirchengemeinde sieht sich als verlässlicher Partner vor Ort. In der Gemeindeversammlung wurden die vergangenen Jahre bilanziert und die Zukunft in den Blick genommen.

Dienstag, 24.01.2017, 06:01 Uhr

In die Friedenskirche und deren Umfeld wurde einiges investiert. Dazu gehörte unter anderem eine neue, energiesparende Beleuchtung.
In die Friedenskirche und deren Umfeld wurde einiges investiert. Dazu gehörte unter anderem eine neue, energiesparende Beleuchtung.

Es läuft – noch – gut in der evangelischen Kirchengemeinde Sendenhorst / Vorhelm . In der Gemeindeversammlung am Sonntag nach dem Gottesdienst in der Sendenhorster Friedenskirche zog Pfarrer Manfred Böning gemeinsam mit dem Presbyterium und den beiden Fördervereinen eine Bilanz der vergangenen Jahre. Gemeindezahlen standen hierbei nicht im Vordergrund. Diese hätten sich nicht so sehr verändert, so Böning.

Vielmehr ging es um die Fragen: „Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin?“ Im Moment ist die Gemeinde in der Lage, den „Status quo“ zu erhalten, führte Böning aus. Durch die leichte Steigerung der Kirchensteuereinnahmen könnten die Kostensteigerungen ausgeglichen werden. Zudem bilde die Gemeinde weiterhin jährlich Rücklagen. Jedoch wird der Begriff „Nachhaltigkeit“ in dieser Beziehung eine neue Bedeutung gewinnen, kündigte der Gemeindepfarrer an. Die Kirche arbeite mit einigen Kooperationspartnern in verschiedenen Bereichen wie Flüchtlingsarbeit und Demenz zusammen und werde in beiden Gemeindeteilen als verlässlicher Partner wahrgenommen.

Pfarrerin Ute Böning stellte einige Programmpunkte des Reformationsjubiläums 2017 vor, das auch in Sendenhorst und Vorhelm in Zusammenarbeit mit der VHS mit Konzerten, Ausflügen, Ausstellungen und Vorträgen gefeiert wird. Über das gesamte Angebot soll es in Kürze einen Flyer geben.

Über den Erhalt und die Pflege der Friedenskirche berichtete die Kirchmeisterin Gebäude, Hannelore Rehsöft . Durch eine Toilettensanierung vor drei Jahren sei die Friedenskirche nun mit „vorzeigbaren und behindertengerechten Toilettenanlagen“ ausgestattet. Der hintere Garten des Gemeindehauses wurde pflegeleichter umgestaltet. Zudem erhielten die Wege um die Kirche eine neue Beleuchtung. Sie schaffe mehr Sicherheit im Dunkeln und sei zusätzlich energiesparend.

„Wir schaffen es immer, so viel auszugeben, dass wir nicht ins Minus kommen“, gab Detlef Ommen als Kirchmeister Finanzen einen kleinen Überblick über die jährlichen Ausgaben und Einnahmen. Der Haushaltsplan, den das Presbyterium einmal im Jahr aufstellen muss, sei bisher noch ausgeglichen. Etwa 91 000 Euro betrage das Haushaltsvolumen. Die Kirchensteuer sei der größte Einnahmeposten. Hinzu kämen zum Beispiel noch Mieteinnahmen.

Bei den Ausgaben sei der größte Posten die Kosten für das Personal. Immerhin noch ein Viertel der Aufwendungen entfielen auf die „innere Gemeindearbeit“. Das seien Kosten für die Gottesdienstgestaltung, den Gemeindebrief und anderes.

Das Kreiskirchenamt kontrolliere die Ausgaben regelmäßig, so Ommen, der beiden Fördervereinen für die zusätzliche finanzielle Unterstützung dankte.

Seit nunmehr vier Jahren ist der Förderverein der Nicolaikirche Vorhelm auch für deren Unterhaltung zuständig, erzählte Bernd Manthey. „Wir bekommen keinen Cent.“ So müsse der Förderverein alle Ausgaben selbst bestreiten. Vieles sei in dieser Zeit renoviert worden. Das Dachgeschoss wurde isoliert, die Fenster wurden gestrichen und die Pflasterung um die Kirche wurde ausgebessert. Die nächsten Vorhaben seien die Gartengestaltung und der Innenhof.

Durch Zuschüsse, Spenden und Veranstaltungen komme das notwendige Geld in die Kasse des Fördervereins, so Manthey. „Das ist Teil unserer Finanzierung.“ Etwa 5500 Euro würden jedes Jahr für laufende Kosten wie Strom und Versicherungen an den Kirchenkreis überwiesen. Hinzu kämen noch die Aufwendungen für nötige Reparaturen an dem Gebäude. „Das waren etwa 4000 Euro im vergangenen Jahr. Wir hoffen, unsere Kirche noch ein paar Jahre erhalten zu können“, schloss Manthey. Neumitglieder im Förderverein seien immer willkommen.

Auch der Förderverein der Friedenskirche hat in Absprache mit dem Presbyterium einige Investitionen getätigt. Das führte der Vorsitzende Horst Rehsöft aus. Ein Krippentisch, Krippenfiguren, ein E-Piano und Weihnachtsbeleuchtung wurden gekauft. Auch wurde der Dachboden isoliert. Als nächstes Projekt wird gerade ein neues Lesepult gestaltet. „Uns stehen etwa 3000 Euro pro Jahr zur Verfügung“, erzählte Rehsöft.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4580194?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F4852548%2F4852551%2F
Nachrichten-Ticker