Neues Baugebiet: Hagenholt-Nord
Erste Ideen unter der Lupe

Sendenhorst -

Mit ersten Ideen für das neue Baugebiet, das die Lücke zum Hagenholt schließen soll und demnach auch den Namen „Hagenholt-Nord“ trägt, beschäftigte sich der Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend. Das Planungsbüro Tischmann und Schrooten aus Rheda-Wiedenbrück war mit den Arbeiten zum Bebauungsplanentwurf beauftragt worden.

Donnerstag, 26.01.2017, 06:01 Uhr

Mit diesem ersten Entwurf für das Baugebiet Hagenholt-Nord beschäftigte sich der Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend.
Mit diesem ersten Entwurf für das Baugebiet Hagenholt-Nord beschäftigte sich der Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend. Foto: Büro Tischmann und Schrooten

Demnach könnten im Hagenholt-Nord 60 Grundstücke für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften, sowie im westlichen Eingangsbereich für Mehrfamilienhäuser entstehen. Die Grundstücke für die Einfamilien- und Doppelhausprojekte könnten zwischen 400 und 600 Quadratmetern beziehungsweise zwischen 240 und 300 Quadratmetern groß sein, beschrieb der Planer. Die Grundstücke sollen an einem Straßenring mit einigen Stichstraßen im Norden des Gebietes angeordnet werden.

Dieser Ring, so stellen es sich die Planer vor, könnte sich sehr stringent durch das Baugebiet ziehen und im Bereich einer Fußwegeverbindung in der östlichen Hälfte durch einen leichten Versatz untergliedert sein. Der Ausschuss sprach sich dafür aus, das gesamte Gebiet zunächst als Tempo-7-Zone zu planen. Im Gegensatz zu Tempo-30-Zonen würde dadurch die Ringerschließung wesentlich schmaler ausfallen.

Zwischen dem Hagenholt-Nord und der sich nördlich anschließenden, schon vorhandenen Bebauung sind zum einen das erforderliche Regenrückhaltebecken als auch ein Spielplatz vorgesehen. Geplant ist nach diesen ersten Entwürfen auch eine Renaturierung des Helmbachs in diesem Bereich.

Noch stecken diese Planungen aber in den Kinderschuhen, wie sich in der anschließenden Diskussion im Ausschuss zeigte. Während beispielsweise der SPD die stringente Planung schon fast „langweilig“ war – auch der BfA gefiel die schematische Planung nicht – bemängelten CDU und SPD gemeinsam die in der textlichen Fassung sehr eng formulierte Gestaltungssatzung. „Das Spektrum für die Gestaltung dürfte breiter sein“, fasste Ralf Kaldewey (SPD) zusammen und zielte damit etwa auf die Festlegung auf Klinkerfarben zwischen rot und rotbunt oder hellem Putz oder die enge Farbpalette für Dachziegel ab. Sebastian Sievers ergänzte, man solle die Dachgestaltung in einzelnen Abschnitten nicht zu eng begrenzen. Auf einigen Grundstücken hatten die Planer ausschließlich Flachdächer vorgesehen.

Der FDP wiederum gefiel die starke Struktur des Gebietes, wie Max Linnemann-Bonse erklärte. Er sah allerdings die vorgeschlagene grüne Einfriedung, die auf öffentlichem Grund östlich und südlich des Baugebietes geplant ist, eher kritisch. Das sei Boden, den man lieber den Grundstücken zuschlagen solle, schlug er vor, zumal sie für die Stadt schwierig zu pflegen seien.

Die Planer werden die angesprochenen Ergänzungen und Vorschläge nun in die Planungen einarbeiten und mit dem Investor des Gebietes beraten. Danach sollen die Pläne erneut im Rahmen der derzeit stattfindenden frühzeitigen Beteiligung von Öffentlichkeit und Behörden dem Ausschuss erneut vorgelegt werden.

►  Der Bebauungsplan Hagenholt-Nord ist in seiner derzeitigen Fassung im Ratsinformationsdienst unter folgendem Link einsehbar: https://www.sendenhorst.de/rais/index.php?site=fulltext&action=anlagen&type=pdf&id=781&idx=0

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