Sprichwörter und besondere Redewendungen von Martin Luther
Denkzettel und böse Buben

Sendenhorst -

„Denkzettel“, „Jugendsünde“, „Lockvogel“ oder „bösen Buben“: Martin Luther hat viele Worte und Redewendungen geprägt, die im Alltag vorkommen. Pfarrerin Ute Böning will erläutern, woher sie kommen.

Dienstag, 28.02.2017, 14:02 Uhr

Die „Luther-Bibel“ mit all ihren bekannten Zitaten steht im Mittelpunkt des Gottesdienstes der evangelischen Kirchengemeinde. Das Foto zeigt eine Bibel aus dem Jahr 1541.
Die „Luther-Bibel“ mit all ihren bekannten Zitaten steht im Mittelpunkt des Gottesdienstes der evangelischen Kirchengemeinde. Das Foto zeigt eine Bibel aus dem Jahr 1541. Foto: dpa

Manche Menschen kommen „auf keinen grünen Zweig“, wenn sie die Bibel lesen. Andere verstehen sie mehr „schlecht als recht“. Wieder andere „hüten sie wie ihren Augapfel“, studieren sie „im Schweiße ihres Angesichts“ „prüfen sie „auf Herz und Nieren“ und wollen „ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen“. „Unsere Alltagssprache ist voller Sprichwörter , die aus der Bibelübersetzung von Martin Luther stammen“, heißt es in der Ankündigung der evangelischen Kirchengemeinde für einen besonderen Gottesdienst. Zudem habe Martin Luther Begriffe wie „ Denkzettel “, „Jugendsünde“, „Lockvogel“ oder die bekannten „bösen Buben“, die locken, geprägt.

Wie kam Luther auf die Idee, die Bibel in die deutsche Sprache zu übersetzen? Warum war es ihm so wichtig, dass jeder Christ selbst die Bibel in seiner Muttersprache lesen kann? Und was macht das Besondere seiner Übersetzung aus – bis heute?

Diesen Fragen wird Pfarrerin Ute Böning im Predigtteil des Gottesdienstes am kommenden Sonntag, 5. März, nachgehen. Er beginnt in Sendenhorst um 9.30 Uhr in der Friedenskirche. Dort wird auch das Abendmahl gefeiert.

„Ein ,Tohuwabohu’ wird es nicht werden, sondern die Kirchengemeinde will so ,ihr Scherflein dazu beitragen’ um im Rahmen des Reformationsjubiläums das Werk Martin Luthers zu würdigen“, heißt es in der Ankündigung. Und vielleicht gebe „der Herr es den Seinen ja auch im Schlafe“?, meint Ute Böning im Hinblick auf ein weiteres Luther-Wort.

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