Versammlung des Hegerings: Rückgang beim „Mähtod“ durch akustische Signale
Von „Wildrettern“ bis zu Waschbären

Albersloh -

Die Mitglieder des Hegerings hatten eine lange Tagesordnung abzuarbeiten. Die Inhalte reichten von „Wildrettern“ an Mähmaschinen bis zum Zuwachs bei den Waschbären. Ludger Nieße, der seit 2008 das Amt als Obmann in der Sparte Naturschutz inne hatte, übergab den Posten an Konrad Rauße.

Montag, 17.04.2017, 13:04 Uhr

Die Jagdhornbläser sorgten für den guten Ton. Mit einem Präsent bedankte sich Mathias Meckmann (Bild rechts, li.) bei Ludger Nieße.
Die Jagdhornbläser sorgten für den guten Ton. Mit einem Präsent bedankte sich Mathias Meckmann (Bild rechts, li.) bei Ludger Nieße. Foto: Christiane Husmann

Die Inhalte, mit denen sich die Jäger des Hegering Albersloh-Alverskirchen auseinandersetzen, sind vielfältig. Von „A“ wie Artenschutz bis „Z“ wie Zuwachs bei den Waschbären : In der Jahreshauptversammlung der Waidmänner kamen viele Themen auf den Tisch, die nicht nur für die Jagd von Bedeutung sind.

Vorsitzender Mathias Meckmann freute sich, neben den zahlreichen Mitgliedern, die sich im Saal der Gaststätte „Strohbücker“ versammelt hatten, auch den Geschäftsführer der Kreisjägerschaft ( KJS ) Martin Sievers begrüßen zu dürfen.

Nach einem „Halali“ durch die Jagdhornbläser Berichtete Sievers von der Arbeit des KJS und hatte viele Informationen im Gepäck. Ein Thema sollte der aktive Schutz vor dem sogenannten „Mähtod“ sein, dem alljährlich viele Wildtiere zum Opfer fallen. Mit akustischen „Wildrettern“, die an den Mähmaschinen montiert werden, sollen die Tiere aus den Wiesen „herausgedrückt“ werden. „Die Mähverluste haben sich nach Angaben der Landwirte deutlich verringert“, bewertet Martin Sievers die Aktion, die vom Kreis Warendorf unterstützt wird, als Erfolg. So ist der Internetseite des KJS zu entnehmen, dass durch diese Maßnahme je nach Mähzeit das Risiko für das Niederwild um 70 bis 80 Prozent minimiert werden könne. „Eine gute Zusammenarbeit mit den Landwirten ist wichtig“, sagte der KJS-Geschäftsführer. Dabei verwies er auch mit Sorge auf den drastischen Rückgang vieler Insektenarten. „Worauf dieser Rückgang zurückzuführen ist, soll nun untersucht werden“, erklärte Sievers.

Zahlreiche Mitglieder nahmen an der Versammlung teil.

Zahlreiche Mitglieder nahmen an der Versammlung teil. Foto: Christiane Husmann

Ein weiteres Thema war die Jugendarbeit, mit der die KJS mittels Transparenz und Information die Akzeptanz für die Jagd steigern und Vorurteile abbauen will. Verschiedene Schulen und Einrichtungen erhielten in junger Vergangenheit Besuch von der „rollenden Waldschule“, die sich aufgrund einer großzügigen Spende nun mit einem neuen Anhänger präsentieren kann.

Neben der Fuchsbejagung und dem Zuwachs der Waschbären schnitt Martin Sievers noch weitere für die Jäger relevante Themen an.

Dem Jahresbericht, der von vielen Aktivitäten zeugte, widmete sich Mathias Meckmann. Dabei erwähnte er auch die Fertigstellung des Schießstands: „Der kann nun wieder genutzt werden – auch mit Bleifrei“, berichtete der Vorsitzende, bevor er einen Ausblick auf die für den Hegering relevanten Termine machte. So findet am 25. April die KJS-Mitgliederversammlung in Everswinkel statt. Ein besonderes Highlight soll der Kreisbläserwettstreit werden, der auf dem Gut Brückhausen in Alverskirchen stattfinden soll.

Dirk Breul, Obmann für jagdliches Brauchtum, lieferte im Laufe des Abends noch detaillierte Informationen zu dem Wettstreit am 21. Mai.

Nachdem Mathias Meckmann mit anschaulichen Grafiken noch die Streckenauswertung präsentiert hatte, widmete sich Kassiererin Daniela Hülsmann den Finanzen des Vereins. Die Kassenprüfer Thorsten Heitmann und Fredo Hellmann bestätigten die korrekte Führung der Kasse, worauf der Vorstand entlastet wurde.

Mit einem Präsent bedankte sich Mathias Meckmann (l.) bei Ludger Nieße, der seit 2008 das Amt als Obmann für Naturschutz inne hatte und nun verabschiedet wurde.

Mit einem Präsent bedankte sich Mathias Meckmann (l.) bei Ludger Nieße, der seit 2008 das Amt als Obmann für Naturschutz inne hatte und nun verabschiedet wurde. Foto: Christiane Husmann

Es folgten die Berichte der Obleute, bei deren Besetzung es Neuerungen gibt: Dirk Breul übernahm bereits im Januar von Mathias Meckmann das Amts des Obmanns für jagdliches Brauchtum. Ludger Nieße, der seit 2008 das Amt als Obmann in der Sparte Naturschutz inne hatte, übergab den Posten an Konrad Rauße. Mit Applaus und Präsent bedankten sich die Mitglieder bei Nieße für sein Engagement.

Nach der Bewertung der Trophäen durch Rolf Knäpper hielt Siegfried Kursch einen informativen Vortrag. Der Autor des Buches „Die Jagd hat Freuden und auch Tücken“ berichtete vom Jagen in Masuren. In geselliger Runde folgten die Waidmänner den interessanten Ausführungen ihres Jagdgenossen.

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