Pläne für neues Baugebiet vorgestellt
„Kohkamp“ der Möglichkeiten

Albersloh -

Premiere in der Öffentlichkeit feierten am Dienstag die Planungsentwürfe für das Baugebiet „Kohkamp“ in Albersloh. Das Büro „Wolters & Partner“ stellte im öffentlichen Teil des Stadtentwicklungsausschusses das Projekt vor.

Donnerstag, 27.04.2017, 06:04 Uhr

An diesem Plan-Entwurf können sich Planer und Verwaltung nun abarbeiten, um bis Mai einen Bebauungsplan-Entwurf auf die Beine zu stellen und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit zu ermöglichen.
An diesem Plan-Entwurf können sich Planer und Verwaltung nun abarbeiten, um bis Mai einen Bebauungsplan-Entwurf auf die Beine zu stellen und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit zu ermöglichen.

Entstehen sollen auf dem rund 15 Hektar großen Areal in mehreren Bauabschnitten rund 200 Wohneinheiten. Dabei sind sowohl Einfamilienhäuser, Doppel- als auch Reihenhäuser geplant. Außerdem haben die Planer zunächst am westlichen Rand neun Mehrfamilienhäuser mit etwa 55 Wohneinheiten vorgesehen. Die Grundstücke sind nach Süden ausgerichtet und werden etwa 25 Meter tief sein, führte Planer Carsten Lang aus. Das bedeute, dass bei einer Breite von rund 16 Metern für ein Einfamilienhaus etwa 400 bis 500 Quadratmeter große Grundstücke zur Verfügung stünden.

Erschlossen wird das Gebiet über einen Knotenpunkt von der Sendenhorster Straße aus, die aus jeder Richtung eine Abbiegespur bekommen wird. Zunächst werde der dort zu überquerende Bahnübergang mit einer Schranke gesichert. In Abstimmung mit der WLE werden in diesem Bereich auch der neue Haltepunkt der Bahn und eine Park-und-Ride-Fläche angelegt. Außerdem sei eine Fußgängerbedarfsampel an der Sendenhorster Straße geplant, solange die WLE noch im heutigen Betrieb fahre. Wenn die Strecke reaktiviert sei, würde dieser Knotenpunkt durch eine komplette Ampelanlage geregelt, führte Lang weiter aus. Was den Bahnübergang am Rohrlandweg angeht, so ergänzte der Planer, werde dieser auf Dauer geschlossen.

Die Vorschläge des Planungsbüros trafen bei allen Fraktionen auf Zustimmung. „Das Baugebiet bietet viele Möglichkeiten“, freute sich Sebastian Sievers ( CDU ). Und Ralf Kaledwey (SPD) lobte die gelungene Nachbarschaftsbildung, den angedachten Quartiersplatz als Treff- und Veranstaltungsort, die Berücksichtigung von Mehrfamilienhäusern, die gute Zugänglichkeit über die von Westen nach Osten verlaufenden Verkehrswege und die geplanten Fuß- und Radwegverbindungen.

Auch Michael Thale verdeutlichte, dass der Entwurf der BfA sehr gut gefallen habe und regte noch eine Fußwege-Anbindung an den Grünstreifen zum Alsterbach an, um den Erholungswert zu unterstreichen.

Die eine oder andere Anregung gaben die Politiker dem Planer also noch mit auf den Weg. So unter anderem die Vorgabe, dass statt der drei kleinen angedachten Spielplätze im Kohkamp lieber ein großer und gut ausgestatteter Platz angelegt werden sollte.

Nachdem die Grundlagen – von der Abstimmung mit Straßen.NRW und der WLE angefangen bis hin zu den Verhandlungen mit Grundstückeigentümern in dem gesamten Baugebiet – nun geschaffen werden konnten, soll das Projekt „Kohkamp“ nun Fahrt aufnehmen. Schon im Mai soll ein Bebauungsplanentwurf zur Diskussion vorgelegt und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit in die Wege geleitet werden.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4791020?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F4852548%2F4894353%2F
Nachrichten-Ticker