SPD-Fraktion und Geschäftsführung des Stifts diskutieren
„Wichtiger Motor“

Sendenhorst -

Die Zukunftspläne des St.-Josef-Stifts prägten das Gespräch, das die SPD-Fraktion im Stadtrat mit Rita Tönjann, Geschäftsführerin des Krankenhauses, geführt hat. Die Politik begrüßte die Vorhaben, insbesondere die Tagespflege und die Schaffung weiteren Parkraumes. Man war sich einig, weiter im Gespräch zu bleiben.

Mittwoch, 26.04.2017, 14:04 Uhr

Das St.-Josef-Stift. 
Das St.-Josef-Stift. 

Zu einem intensiven Gedankenaustausch trafen sich die SPD-Fraktion im Rat der Stadt und die Geschäftsführerin des St. Josef-Stifts, Rita Tönjann . Dabei wurden sowohl die aktuellen Entwicklungen in der Stiftung als auch Fragen der Stadtentwicklung und die Herausforderungen im Bereich der Pflege angesprochen, heißt es im Bericht der SPD .

„Ziel dieser Gespräche ist es, im Kontakt miteinander zu bleiben und Hinweise mitzunehmen, was auf lokaler Ebene noch zu tun ist. Dabei ist das Stift als einer der größten Arbeitgeber vor Ort natürlich ein wichtiger Ansprechpartner“, fasst SPD-Fraktionsvorsitzende Christiane Seitz-Dahlkamp zusammen.

Rita Tönjann erläuterte die aktuellen Planungen für die nächsten Jahre, die neben dem Ausbau verschiedener Bereiche – wie zum Beispiel der Küche – vor allem Angebots- und Qualitätsverbesserungen zum Ziel hätten, aber auch die Stärkung des Stifts als sozialer Arbeitgeber. Die Vorsitzende des Sendenhorster Sozialausschusses und SPD-Landtagskandidatin, Annette Watermann-Krass , habe vor allem die zusätzlichen Plätze im Bereich von Tages- und Nachtpflege begrüßt, die in diesem Jahr in einem Neubau am St.-Elisabeth-Stift neu eingerichtet werden: „Pflege ist nach wie vor eine individuelle Herausforderung für die Betroffenen. Ziel muss es dabei sein, den Wunsch älterer Menschen, möglichst lange im gewohnten Umfeld zu leben, zu erfüllen – und gleichzeitig durch ambulante Angebote eine bedarfsgerechte Pflegeinfrastruktur vorzuhalten“, so die Landtagsabgeordnete.

Deshalb habe der Landtag 2014 die Einführung des Pflegegesetzes „ GEPA NRW “ beschlossen. Das Stift setze mit seinen Angeboten im Bereich der Pflegeplätze, aber auch beispielsweise der mobilen Essensversorgung, vieles davon um.

Auch für die Stadtentwicklung habe es wertvolle Hinweise gegeben: So habe Rita Tönjann darauf hingewiesen, dass es im Bereich der Stadt nach wie vor erhebliche Funklöcher gebe und auch die Barrierefreiheit auf dem Weg vom Krankenhaus in die Innenstadt weiter verbesserungsfähig sei. Bedauert wurde in dem Zusammenhang, dass der Förderantrag zur weiteren Innenstadtentwicklung in diesem Jahr noch keinen Zuschlag erhalten habe.

Ralf Kaldewey, Sprecher der SPD im Stadtentwicklungsausschuss, habe begrüßt, dass das Stift die Anregung aus der Politik aufgenommen habe und die Schaffung zusätzlicher Parkplätze vorziehe. Zeitgleich mit der Reduzierung des Parkplatzangebots durch den Bau der Tages- und Nachtpflege würden nun weitere Parkplätze im hinteren Bereich als Übergangslösung angelegt: „Zusätzlicher Parkraum kommt sowohl den Patienten des Stifts als auch den Bürgern zugute.“

Die Wechselwirkungen zwischen Stift und Stadt würden auch anhand der Tourismusstatistik deutlich. Da die Reha-Patienten des Stifts dort mit erfasst werden, ist die Zahl der Übernachtungen seit 2011 von 15 000 auf über 50 000 im Jahr 2016 angestiegen. „Mit der bevorstehenden Erweiterung des Reha-Angebotes werden diese Zahlen weiter steigen – damit ist das Stift ein wichtiger Motor für die Stadtentwicklung. Die Stadt braucht das Stift – und das Stift braucht die Stadt. Wir werden deshalb weiter im Gespräch bleiben“, seien sich Rita Tönjann und die SPD-Fraktion einig gewesen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4791021?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F4852548%2F4894353%2F
Nachrichten-Ticker