Neuer Gestaltungsbeirat für die Stadt Sendenhorst
Projekte kompetent beurteilen

Sendenhorst -

Von geballter fachlicher Kompetenz will sich die Stadt Sendenhorst künftig beraten lassen, wenn es um architektonische und städtebauliche Fragen und Projekte geht. Mit großer Mehrheit sprach sich der Stadtentwicklungsausschuss dafür aus, einen Gestaltungsbeirat einzurichten.

Samstag, 29.04.2017, 07:04 Uhr

Wenn es demnächst um stadtbildprägende Projekte geht, wie etwa die Neunutzung des Geländes auf dem die Rote Schule in Albersloh steht, soll ein Gestaltungsbeirat seine Empfehlungen erarbeiten.
Wenn es demnächst um stadtbildprägende Projekte geht, wie etwa die Neunutzung des Geländes auf dem die Rote Schule in Albersloh steht, soll ein Gestaltungsbeirat seine Empfehlungen erarbeiten. Foto: Josef Thesing

„Der Gestaltungsbeirat soll städtebaulich bedeutsame Bauvorhaben und für die Stadtentwicklung bedeutsame städtebauliche Planungen hinsichtlich ihrer stadtgestalterischen und architektonischen Qualität beurteilen“, heißt es in der Geschäftsordnung dieses Beirates, für die sich der Ausschuss ebenfalls aussprach. Besonderes Augenmerk gelte dem harmonischen Einfügen von Neuplanungen in die Umgebungsbebauung. Der Rat solle Empfehlungen zur Verbesserung dieser Vorhaben hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Stadt- und Landschaftsbild, die Umwelt und ihre äußere Gestaltung aussprechen. Das Votum des Gestaltungsbeirates hat laut Geschäftsordnung ausschließlich empfehlenden Charakter. Ziel ist sei es, mit seinen Empfehlungen und durch Überzeugungsarbeit den Entwicklungsprozess des Stadtbildes verantwortungsbewusst und konstruktiv zu begleiten.

Der Beirat setzt sich aus fünf unabhängigen Mitgliedern aus den Bereichen Architektur, Städtebau, Denkmalschutz und Freiraumplanung zusammen. Die Mitglieder dürfen während ihrer Tätigkeit im Gestaltungsbeirat nicht in Sendenhorst wohnen, und sie dürfen nicht mit Planungen und mit der Durchführung von Vorhaben in der Stadt befasst sein, die Gegenstand der aktuellen Beratung sind.

Der Beirat wurde auf Wunsch der Sendenhorster SPD-Fraktion auf den Weg gebracht, die sich über die Abstimmung des Ausschusses sichtlich freute. Im Zuge von Diskussionen über Neubauprojekte Ende des vergangenen Jahres, die recht kontrovers geführt worden waren, war es zu dem Gedanken gekommen, ein solches unabhängiges Sachverständigengremium einzurichten. „Wir erhoffen uns einen deutlichen Mehrwert und gute fundierte Empfehlungen durch den Gestaltungsbeirat“, fasste Ralf Kaldewey zusammen.

Auch CDU und BfA stimmten der Einrichtung zu, wobei es der CDU darauf ankam, maximale Neutralität der Beiratsmitglieder zu gewährleisten.

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