NRW-Verkehrsminister Michael Groschek besucht Sendenhorst
„Schienen sind für Schienenverkehr da“

Sendenhorst -

Im Endspurt des NRW-Wahlkampf hat Landesverkehrsminister Michael „Mike“ Groschek am Freitagnachmittag Sendenhorst besucht. Das zentrale Thema war gute Mobilität, die auf dem Land unter anderem von besonderer Bedeutung ist, wenn es gelingen soll, Arbeitsplätze und das Wohnen attraktiv zu machen – insbesondere auch für junge Menschen.

Freitag, 05.05.2017, 16:05 Uhr

Das passte ins Bild: Während des Gruppenfotos mit Minister Michael Groschek (3.v.li.) rauschte auf der L 851 ein Lkw vorbei. Im Kommunalforum überreichte Bürgermeister Berthold Streffing Sendenhorster Sekt und Apfelsaft.
Das passte ins Bild: Während des Gruppenfotos mit Minister Michael Groschek (3.v.li.) rauschte auf der L 851 ein Lkw vorbei. Im Kommunalforum überreichte Bürgermeister Berthold Streffing Sendenhorster Sekt und Apfelsaft. Foto: Annette Metz

Wenn sich ein SPD-Minister und ein CDU-Bürgermeister bei Kaffee und Kuchen gegenseitig „Danke“ sagen, dann ist die politische Welt im Endspurt des NRW-Wahlkampfs zumindest für einen Augenblick mit sich im Reinen. „Danke“ zum Beispiel dafür, dass die Stadt und das Land gemeinsam mit großem Ehrenamtlichen Engagement der Bürger die vielen Radwege in Sendenhorst geschaffen haben.

Eine Stunde lang wollte Michael „Mike“ Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, gestern in Sendenhorst bleiben. Eineinhalb sind es dann geworden, bevor der Minister weiter nach Bielefeld reiste. Das zentrale Thema war dabei die Mobilität, die auf dem Land unter anderem von besonderer Bedeutung ist, wenn es gelingen soll, Arbeitsplätze und das Wohnen attraktiv zu machen – insbesondere auch für junge Menschen. Also, wenn Menschen an Sendenhorst „gebunden“ werden sollen, die aber jederzeit problemlos Freizeitangebote in Münster nutzen wollen.

Das Gefühl von Heimat und eine gute Infrastruktur durch Straßen, die Schiene und Radwege gehörten zusammen, erklärte Groschek am Freitagnachmittag im Kommunalforum, nachdem er zuvor einen Abstecher zur Baustelle an der Landesstraße 851 und einen Spaziergang zum St.-Josef-Stift und zum Haus Siekmann unternommen hatte.

Stift-Geschäftsführerin Rita Tönjann sprach mit Michael Groschek unter anderem über die Herkunft der Patienten.

Stift-Geschäftsführerin Rita Tönjann sprach mit Michael Groschek unter anderem über die Herkunft der Patienten. Foto: Annette Metz

Natürlich war der Besuch in diesen Tagen nicht zufällig. Aber: „Ich verspreche Ihnen heute nicht das Blaue vom Himmel“, sagte der Minister. Doch eine Aussage war für ihn dann offenbar doch über alle Zweifel erhaben. „Die Ortsumgehung kommt. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.“ Kein Wunder, dass das sowohl den Bürgermeister als auch die heimischen SPD-Vertreter freute.

Kurz vorher hatte Rita Tönjann, Geschäftsführerin des St.-Josef-Stifts, dem Minister erklärt, wie viele Menschen von außerhalb auf gute Verkehrsverbindungen zum Sendenhorster Krankenhaus angewiesen sind. Und den Namen „Veka“ habe er dank seines Parteikollegen, der Bundestagsabgeordneten Bernhard Daldrup , schon seit vielen Jahren auf dem Zettel, beteuerte Groschek. „Wir machen die Menschen insgesamt mobiler“, versprach der Minister.

Bei Kaffee und Kuchen im Kommunalforum übergab Bürgermeister Berthold Streffing (re.) kleine Geschenke.

Bei Kaffee und Kuchen im Kommunalforum übergab Bürgermeister Berthold Streffing (re.) kleine Geschenke. Foto: Annette Metz

Und dazu gehört nach seiner Auffassung auch die Reaktivierung der WLE für den Personenverkehr. Bernhard Daldrup gab dem Minister mit auf den Weg, dass das Thema jetzt „entscheidungsreif“ und „kein neues Fass aufzumachen“ sei. Und Groschek kündigte an, „dass das Land Interesse daran“ habe. „Schienen sind für den Schienenverkehr da“, meinte er. „Wir sagen ,ja’“, wenn auch die anderen Beteiligten, die er persönlich in Kürze zum finalen Austausch an einen Tisch holen werde, „ja“ sagen würden. Und bezogen auf irrwitzig lange Planungen sei die Frage zu beantworten, „warum Menschen nicht so gut behandelt werden wie Flora und Fauna“.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4812974?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Nachrichten-Ticker