Konzertsaison im Haus Siekmann mit Dylan Fowler, Ian Melrose und Soig Sibéril beendet
Eine musikalische Reise als Ode an Europa

Sendenhorst -

Nach Schottland, Irland, Wales, in die Bretagne und nach Galizien führte die musikalische Entdeckungsreise, zu der Dylan Fowler, Ian Melrose und Soig Sibéril am späten Sonntagnachmittag die Besucher zum Abschluss der Konzertsaison in Haus Siekammn eingeladen hatten.

Montag, 08.05.2017, 15:05 Uhr

Jeder für sich ein Virtuose auf der Gitarre: Dylan Fowler, Ian Melrose und Soig Sibéril gestalteten ihre musikalische Entdeckungsreise durch die keltische Musik zu einem Klangerlebnis, das die Zuhörer genossen und das am Schluss zu Begeisterungsstürmen hinriss.
Jeder für sich ein Virtuose auf der Gitarre: Dylan Fowler, Ian Melrose und Soig Sibéril gestalteten ihre musikalische Entdeckungsreise durch die keltische Musik zu einem Klangerlebnis, das die Zuhörer genossen und das am Schluss zu Begeisterungsstürmen hinriss. Foto: Dierk Hartleb

Nach Schottland, Irland, Wales, in die Bretagne und nach Galizien führte die musikalische Entdeckungsreise, zu der Dylan Fowler , Ian Melrose und Soig Sibéril am späten Sonntagnachmittag die Besucher zum Abschluss der Konzertsaison in Haus Siekammn eingeladen hatten. Dabei begaben sie sich auf die Spurensuche nach keltischen Musiktraditionen, die die Kultur dieser Länder und Regionen mitgeprägt haben.

Als Zuhörer genügte es, einfach still zuzuhören, um sich von den Melodienreigen der drei Gitarrenvirtuosen einfangen zu lassen. Die stimmungsvollen, oft melancholischen Klangbilder der drei Gitarristen nahmen geradezu Besitz von den Ohren und ließ das Gehörte noch länger nachhallen.

Ausgangspunkt war das gemeinsame Album, „Celtic Guitar Journey“, das das Trio 2015 veröffentlicht hatte, und das zugleich als Titel über der neuen Tournee steht. Typisch für die keltische Musikkultur ist die in vielen Liedern vorhandene lineare Melodieführung, bestehend aus einer Auf- und Ab-Bewegung mit zumeist drei Grundakkorden. Doch die Gitarristen beließen es nicht beim bloßen Nachspielen, sondern gestaltete die schottischen Balladen, walisischen Tunes und bretonischen Tänze als Klangbilder mit eigenen Note, des Öfteren auch mit Jazzelementen unterlegt und verwoben.

Nicht alle schottischen Balladen klangen so traumhaft wie „Lochaber no more“ und „The Shearin’s No For You“ oder das Bretonische „Les ridées du printemps“. Ein Mal vertauschten Fowler und Melrose die Gitarre mit der Flöte, die aus der keltischen Musiktradition nicht wegzudenken ist. Aus dem Mit- und Nebeneinander sich überlagernder Harmonien und melodiöser Kontraste entwickelten sich komplexe Klangflüsse, die die drei Virtuosen auf verschlungenen Wegen stets zum Grundmotiv zurückführten.

Mit dem Stück eines bulgarischen Komponisten verabschiedete sich das wunderbar miteinander harmonierende Trio, das seine Zugabe als Ode an Europa und seine Einheit und wider alle Versuche, es zu teilen, verstanden wissen wollte.

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