Warmer Regen für die Stadtkasse
Soll und Haben sind bei der Stadt derzeit im Einklang

Sendenhorst -

Das Jahr ist noch jung, und so ist die Entwicklung der städtischen Finanzen, die im Laufe eines Jahres oftmals Ausschläge nach oben und nach unten verzeichnet, im Mai schwer zu prognostizieren. Doch der Abschluss des ersten Quartals gibt Kämmerin Silvia Pöhler Grund zum Optimismus: Die Einnahmen stellen sich derzeit weit besser dar, als zu Beginn des Jahres prognostiziert

Dienstag, 09.05.2017, 06:05 Uhr

Mehr Einnahmen in der Kasse der Stadt entspannen derzeit die finanzielle Situation von Sendenhorst deutlich.
Mehr Einnahmen in der Kasse der Stadt entspannen derzeit die finanzielle Situation von Sendenhorst deutlich. Foto: dpa

Das Jahr ist noch jung, und so ist die Entwicklung der städtischen Finanzen , die im Laufe eines Jahres oftmals Ausschläge nach oben und nach unten verzeichnet, im Mai schwer zu prognostizieren. Doch der Abschluss des ersten Quartals gibt Kämmerin Silvia Pöhler Grund zum Optimismus: Die Einnahmen stellen sich derzeit weit besser dar, als zu Beginn des Jahres prognostiziert.

Das städtische Steueraufkommen entwickelt sich ausgezeichnet, wobei das „eine Momentaufnahme“ für das erste Quartal ist, sagt Silvia Pöhler im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten . Auf der Einnahmenseite steht derzeit ein Plus von 1,54 Millionen Euro gegenüber den Erwartungen zu Beginn des Jahres. Da seinerzeit von einer Unterdeckung des Etats 2017 von rund 1,1 Millionen Euro ausgegangen worden war, steuere die Stadt – Stand heute – auf eine sogenannte „schwarze Null“ hin. Und das auch dann noch, wenn sich durch die Mehreinnahmen auch die Umlagezahlungen der Stadt erhöhten.

Ein Grund für die verbesserte Finanzsituation sei das Wachstum bei der Gewerbesteuer. Und zwar „durch die Bank“, so Pöhler – und nicht nur von ein, zwei großen Steuerzahlern. Auch beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer gebe es ein Plus von 100 000 Euro.

Doch vor Euphorie wird im Rathaus einstweilen gewarnt: Die Einnahmen aus den Steuern seien wegen der Abhängigkeit der konjunkturellen Situation in den Unternehmen „stark risikobehaftet“.

Bei der Aufstellung des Haushaltes zum Ende des vergangenen Jahres war von einer geringeren Steuerkraft gegenüber den Vorjahren ausgegangen worden. Das ist derzeit nicht der Fall: Die Stadt profitiert, wie übrigens auch der Bund, von der insgesamt guten wirtschaftlichen Situation in Deutschland .

68 Prozent der Einnahmen der Stadt resultieren aus Steuern und Abgaben. Die Kämmerin hatte für 2017 Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 5,7 Millionen Euro kalkuliert. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer war mit 6,4 Millionen Euro berechnet worden.

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