Bilder zum Stadtjubiläum prägen Fassade der Grundschule
Ein Kunstprojekt mit Mehrwert

Sendenhorst -

Die zwölf großformatigen Bilder, die im Rahmen des Stadtjubiläums vor zwei Jahren in einem Grundschul-Projekt entstanden waren, haben nun ihren endgültigen „Bestimmungsort“ an der Fassade der Schule gefunden.

Mittwoch, 10.05.2017, 14:05 Uhr

Sie fallen sofort in den Blick: Den Zweitklässlern gefällt die neue Schulfassade mit den Bildern zur Stadtgeschichte gut. Michael Langer und Barbara Schacht freuen sich, dass die Bilder jetzt gut zur Geltung kommen.
Sie fallen sofort in den Blick: Den Zweitklässlern gefällt die neue Schulfassade mit den Bildern zur Stadtgeschichte gut. Michael Langer und Barbara Schacht freuen sich, dass die Bilder jetzt gut zur Geltung kommen. Foto: Anke Weiland

Sie fallen sofort ins Auge vor der weißen Fassade der Kardinal-von-Galen-Grundschule. „Genau der passende Platz“, findet die kommissarische Schulleiterin Barbara Schacht . Die zwölf großformatigen Bilder, die im Rahmen des Stadtjubiläums vor zwei Jahren in einem Grundschul-Projekt entstanden waren, haben nun ihren endgültigen „Bestimmungsort“ gefunden, wie Schacht es ausdrückt.

Die Idee, markante Daten und Ereignisse der Stadtgeschichte in Bildern darzustellen, kam vom damaligen Schulleiter Michael Schulte , der den Everswinkeler Maler Michael Langer und dessen ähnliches Projekt in Alvers­kirchen kannte. Zunächst in Skizzen, dann auf Holztafeln, die 80 Mal 80 Zentimeter groß sind, entstanden die Gemälde einiger damaliger Viertklässler.

Angefangen von Sendenhorst als Dorf „Seondonhurst“ im Jahr 890, über das Kirchdorf (1175), die Stadtrechte (1315) die erste Schule (1571), den Bau der Pfarrkirche (1865), des Stifts (1889) und des Bahnhofs (1903) bis zum Besuch von Kardinal von Galen in Sendenhorst im Jahr 1945 wurde die Vergangenheit der Heimatstadt in zwölf lebendigen Szenen dargestellt.

„Alle waren so stolz“, erinnert sich Barbara Schacht noch an die Präsentation, denn die Bilder wurden beim großen Jubiläumsumzug durch die Stadt, an dem die Grundschule natürlich teilnahm, von den Kindern mitgeführt. In Schulen würden selten so große Projekte durchgeführt, weiß auch der Künstler. Doch meistens reiche eine Idee und ein weißes Blatt, um die Kreativität der Kinder zu wecken. „Man sieht ja, was sie so alles hinkriegen, wenn man sie etwas steuert.“ Die Gruppe selbst habe auch gar keinen Zweifel daran gehabt, das Projekt hinzubekommen.

Die erste Doppelstunde war zur Einarbeitung in die Stadtgeschichte vorgesehen. Dabei war Brigitte Stasch behilflich, die auch Führungen durch Sendenhorst anbietet. Die nächsten acht Doppelstunden wurde dann kreativ gearbeitet. „Ein sehr schönes Kinderprojekt“, freut sich Schacht, dass nun die großen Tafeln auch für alle sichtbar aufgestellt sind. „Darüber hinaus hat es noch einen schönen Effekt, einen nachhaltigen geschichtlichen Wert.“

„Es ist schön zu sehen, dass die Mütter mit ihren Kindern auf dem Weg zum Kindergarten kurz vor den Tafeln anhalten und ihren Kinder etwas erklären.“ Was eventuell jetzt – als i-Tüpfelchen – noch fehlt, das seien kleine Täfelchen mit Informationen für den Betrachter zu den einzelnen Ereignissen. „Das könnte ja noch ein Projekt werden“, ist sich Barbara Schacht sicher.

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