Gute Angebote und Projekte in den beiden Jugendzentren
Applaus auch von den Senioren

Sendenhorst -

Seit 15 Jahren arbeitet Steffi Herrera-Riekens für das Jugendwerk. In dieser Zeit hat sie bei ihrer „Kundschaft“ jede Menge Wechsel erlebt. Derzeit werden die Jugendzentrum „hotspot“ und „Meet U“ sehr gut besucht. In beiden Einrichtungen gibt es gute Angebote, die gerne angenommen werden.

Freitag, 12.05.2017, 06:05 Uhr

Eines der vielen Projekte der vergangenen Jahre war die „Soundbox“. Stefanie Herrera-Riekens arbeitet seit 15 Jahren für das Jugendwerk.
Eines der vielen Projekte der vergangenen Jahre war die „Soundbox“. Stefanie Herrera-Riekens arbeitet seit 15 Jahren für das Jugendwerk. Foto: Anke Weiland

Die Vertreter des Seniorenbeirats klatschten im Publikum Beifall. Und das war sicher ein besonderer Moment in der Sitzung des Ausschusses für Schule und Soziales. Denn bei diesem Tagesordnungspunkt ging es gar nicht um die ältere Generation. Sondern um die Betreuung von Kindern und Jugendlichen durch die offene Jugendarbeit des Jugendwerks in beiden Ortsteilen, über die die derzeit einzige hauptamtliche Mitarbeiterin des städtischen Jugendwerkes, Stephanie Herrera-Riekens , berichtete.

„Der Laden“ läuft gut: So könnte das zusammengefasst werden, was im Jugendwerk geleistet wird. Und das, obwohl sich die personelle Situation erst Mitte Juli dadurch entspannen wird, dass das zweiköpfige hauptamtliche Team durch eine neue Mitarbeiterin, die derzeit bei der Stadt Beckum arbeitet, wieder komplett wird. Horst Müller, seit vielen Jahren die zweite Stütze im Team, war, nachdem er zuvor bereits länger krank gewesen war, Anfang April in den Ruhestand gegangen.

Seit 15 Jahren arbeitet Steffi Herrera-Riekens für das Jugendwerk. In dieser Zeit hat sie bei ihrer „Kundschaft“ jede Menge Wechsel erlebt. So sei es auch derzeit mit einem „Generationswechsel“ wieder im Sendenhorster Jugendzentrum „hotspot“, in dem an jedem Öffnungstag zwischen 15 und 30 Besucher gezählt würden. Und zwar „aus vielen Ländern“, so die Pädagogin. Die Kinder und Jugendlichen aus Migrantenfamilien – darunter auch viele Flüchtlinge – seien in der Mehrzahl und zwischen acht und 20 Jahren alt.

Anders sei das im Albersloher „Meet U“, das seit einiger Zeit in der ehemaligen Hausmeisterwohnung an der Grundschule untergebracht ist. Auch dort sei „die Bude“ voll, wobei die Einrichtung für die jungen Besucher noch nicht optimal sei. Die beiden jungen weiblichen Honorarkräfte – Studentinnen in Münster – hätten „den Laden ordentlich in Schwung gebracht“ und gute Bindungen aufgebaut, weshalb sie auch künftig weiter auf Honorarbasis beschäftigt werden sollten, wenn auch nicht im bisherigen Umfang.

Die meisten jungen Besucher des „Meet U“ kommen aus deutschen Familien – und selten aus dem Ortsteil Sendenhorst. „Ins Albersloher Jugendzentrum kommt eher ein Jugendlicher aus Rinkerode als einer aus Sendenhorst“, erklärte Steffi Herrera-Riekens.

Das Programm ist vielfältig und „am Puls der Zeit“ – was eben jene Zuhörer des Seniorenbeirats in der Sitzung applaudieren ließ. Zahlreiche Projekte, vom LWL gefördert und einige mit Beachtung über die Stadtgrenzen hinaus, werden durchgeführt.

Darunter ist Alltägliches wie das Kochen mit Flüchtlingskindern. Dazu gehören aber auch aufwändige Video-Projekte zum Cyber-Mobbing oder Arbeitsgemeinschaften, die sich mit Tanz, Computer, Kunst, Sport, dem Klimaschutz und mit dem „ersten Mal“ in einer Liebesbeziehung beschäftigen.

Die regelmäßigen Ferienbetreuungen sind seit einiger Zeit auch wieder ausgebucht. Auch für deren Teilnehmer werde immer ein besonderes Programm auf die Beine gestellt.

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