Spielplätze könnten abgeräumt werden
Kleine Parks zum Verweilen

Sendenhorst/Albersloh -

Zahlreiche Spielplätze in der Stadt müssten eigentlich saniert werden. Doch überall wird das wohl nicht erfolgen: Einige der Anlagen könnten abgeräumt und in kleine Parks umgewandelt werden. Das gilt nicht für den Spielplatz im Echterbrock. Dieser wird im Sommer komplett neu hergerichtet.

Samstag, 13.05.2017, 06:05 Uhr

Das große Foto zeigt einen Teil der Geräte, die auf dem Spielplatz im Echterbrock aufgestellt werden. Das kleine Bild dokumentiert den heutigen Zustand der (gesperrten) Geräte.
Das große Foto zeigt einen Teil der Geräte, die auf dem Spielplatz im Echterbrock aufgestellt werden. Das kleine Bild dokumentiert den heutigen Zustand der (gesperrten) Geräte. Foto: Weiland

Die Spielplätze im Stadtgebiet sind insgesamt in keinem guten Zustand. „Der Sanierungsbedarf ist sehr hoch“, erklärte Bauhofleiter Uwe Bayer in der Sitzung des Ausschusses für Schule und Soziales. Und das auch deshalb, weil das Sanierungsprogramm vor einigen Jahren aus finanziellen Gründen storniert worden war. „Jetzt kommt die ausgesetzte Komplettsanierung auf uns zu.“

Diese soll aber längst nicht allen Spielplätzen zugute kommen. Denn der Altersaufbau der Bevölkerung hat sich in nicht wenigen Quartieren, die heute noch über einen – vielleicht maroden – Spielplatz verfügen, geändert, erläuterte Bürgermeister Berthold Streffing . Deshalb ist angedacht, das eine oder anderen Spielgelände aufzugeben. Das solle aber nicht bedeuten, dass dort etwa Häuser gebaut werden sollen. Im Gegenteil: Aus den Spielplätzen sollen kleine Parkanlagen für die Quartiere werden, die später, wenn die Bevölkerungsstruktur sich vielleicht geändert hat, wieder zu Spiellandschaften werden können.

Welche Anlagen eine solche Umwandlung treffen könnte, ist noch nicht entscheiden. Das Thema wird Politik und Verwaltung in den nächsten Monaten – und wohl darüber hinaus – beschäftigen. Zunächst soll es am 20. Juni eine Sondersitzung geben, die sich ausschließlich mit dem Thema „Spielplätze“ beschäftigt.

Der heute noch marode und zum Teil gesperrte Spielplatz im Wohngebiet Echterbrock gehört nicht zu den „Wackelkandidaten“. Sein Einzugsgebiet ist beträchtlich, und Kinder gibt es deshalb genug. Er wird in den Sommerferien saniert und fast komplett neu mit Geräten bestückt. „Dort gibt es mehr Kinder als woanders“, sagte Bayer.

Die meisten Holzspielzeuge sind verfault und wurden zum Teil bereits einmal geflickt oder ergänzt. „Nach zehn Jahren ist bei der dort verwendeten Art der Geräte meistens Schluss“, sagte Bayer. Der Platz war im Jahr 2002 errichtet worden.

Im Vorfeld wurden Eltern. Kinder und andere Interessierte an der Konzeption und an der Auswahl der Geräte beteiligt. Das Areal ist rund 1500 Quadratmeter groß und soll Spielmöglichkeiten für Kinder im Alter von einem bis 13 Jahren bieten. Dazu gehören unter anderem eine Spielanlage zum Klettern und Turnen mit Wackelbrücke und Rutsche, ein Spielschiff, ein Spielhaus in einer Buddelkiste, eine Doppelschaukel, ein Wipptier, eine Taumelscheibe und eine 30 Meter lange Seilbahn – die längste in der Stadt. Zudem wird ein Pavillon als Treffpunkt aufgestellt.

Das Ganze kostet eine ganze Stange Geld. 53 000 Euro sind fällig. Das sind reine Gerätekosten. Den Aufbau übernehmen, aus Kostengründen, die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes. „Das ist eine Kraftanstrengung, die uns einige Wochen lang beschäftigen wird“, machte Bayer deutlich. Bei weiteren Sanierungen sei das wohl nicht immer möglich.

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