Landtagswahl in Sendenhorst
Rehbaum holt den Wahlkreis

Sendenhorst/Albersloh -

Der CDU-Kandidat Henning Rehbaum hat bei der Landtagswahl den Wahlkreis Warendorf II mit beträchtlichem Abstand gewonnen. Ob auch seine Mitbewerberin Annette Watermann-Krass über die Landesliste ins Düsseldorfer Parlament einzieht, war gestern am späten Abend noch nicht errechnet.

Sonntag, 14.05.2017, 22:05 Uhr

Bei einem Fläschchen Bier verfolgte Bürgermeister Berthold Streffing (3.v.li.) gremeinsam mit anderen Interessierten die Präsentation der Ergebnisse im Kommunalforum.
Bei einem Fläschchen Bier verfolgte Bürgermeister Berthold Streffing (3.v.li.) gremeinsam mit anderen Interessierten die Präsentation der Ergebnisse im Kommunalforum. Foto: Annette Metz

Rot-Grün ist in NRW abgewählt. Doch für drei Großprojekte, die besonders im Interesse der Stadt sind, sah Bürgermeister Berthold Streffing gestern Abend keine dunkleren Wolken aufziehen: für die Ortsumgehungen und für die WLE. Im Gegenteil: „Beides wird gestärkt. Und beides wird hoffentlich bald auch kommen“, sagte Streffing im Gespräch mit den WN.

Punkt 18 Uhr mit der ersten Prognose via TV war es im Kommunalforum noch leer, auch weil viele politisch Interessierte seit vielen Jahren als Wahlhelfer Stimmen zählen, wenn die Wahllokale geschlossen sind. Das Sortieren und Zählen zog sich gestern Abend lange hin, wie in zahlreichen anderen Kommunen im Kreis auch. Und deshalb mussten auch die beiden Sendenhorster Direktkandidaten Henning Rehbaum ( CDU ) und Annette Watermann-Krass (SPD) lange warten, bis ihr Ergebnis feststand. Rehbaum zeichnete sich aber früh als der überragende Gewinner des Wahlkreises ab. Bei Annette Watermann-Krass war der Einzug am späten Abend „wahrscheinlich“.

Auch dazu hatte der Bürgermeister, der ziemlich entspannt war, weil er diesmal nicht persönlich von der Wahl betroffen war, zu Beginn des Abends eine Meinung. „Für unsere Stadt wäre es gut, wenn es beide schaffen würden. Ich wünsche es beiden“, erklärte Streffing.

Beide hätten „gute Arbeit“ geleistet – und das „nicht nur im Wahlkampf“. Wenn zwei Politiker aus Sendenhorst im Düsseldorfer Parlament arbeiteten, „kann das nur weiterhelfen“, meinte Streffing – zumal beide auch noch kommunalpolitisch aktiv seien, was „nicht selbstverständlich“ sei.

Die Sieger der Landtagswahl ließen sich im Kreishaus feiern. Dazu gehörte der Albersloher Henning Rehbaum (3.v.li.).

Die Sieger der Landtagswahl ließen sich im Kreishaus feiern. Dazu gehörte der Albersloher Henning Rehbaum (3.v.li.). Foto: Pastoor

Der Bürgermeister weiß, dass die Bande zwischen Düsseldorf und Sendenhorst bei verschiedenen Vorhaben sehr eng sind. Das sind unter anderem der Ausbau der Landesstraße 851, die geplanten Ortsumgehungen, die Reaktivierung der WLE für den Personenverkehr, die Schulen oder auch die weitere Umgestaltung der Innenstadt. Ohne Fürsprecher in Düsseldorf ist das nun mal schwierig.

SPD-Unterbezirkschef Bernhard Daldrup (2.v.re) gratulierte auch den Unterlegenen Andrea Kleene-Erke und Annette Watermann-Krass (re.).

SPD-Unterbezirkschef Bernhard Daldrup (2.v.re) gratulierte auch den Unterlegenen Andrea Kleene-Erke und Annette Watermann-Krass (re.). Foto: Beate Kopmann

Die SPD hat gestern in der Stadt nicht so viel verloren wie im Landesdurchschnitt. Sie büßt 4,6 Prozent ein. Das NRW-Ergebnis bewertete die SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt, Christiane Seitz-Dahlkamp, als „total enttäuschend“.

Und auch die Zugewinne der CDU sind mit 2,5 Prozent vergleichsweise bescheiden mit Blick auf Gesamt-NRW. Die Grünen verlieren – und die FDP geht mit einem Plus von 5,1 Prozent in Sendenhorst „durch die Decke“.

Gewonnen: Henning Rehbaum jubelt.

Gewonnen: Henning Rehbaum jubelt. Foto: Pastoor

Und auch die AfD hat in Sendenhorst offenbar ihre „Fangemeinde“, die die Partei von null auf 5,1 Prozent hievte.

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