Kinder helfen Kindern
Horror und Hoffnungsschimmer

Sendenhorst -

Die Sendenhorsterin Sabine Jung-Ender und die Wolbeckerin Christa Dunker, beide ehemalige Schülerinnen der Realschule St. Martin, werden künftig kräftig mit ins Rad greifen, um die Hilfsprojekte von „Kinder helfen Kinder“ zu unterstützen. Anfang Juni waren beide Frauen nun erstmals auch mit im albanischen Fushe Arrez.

Dienstag, 04.07.2017, 14:07 Uhr

In dunklen, feuchten und vermüllten Räumen (kleine Fotos) fristen viele arme Familien in Albanien ihr Dasein. „Kinder helfen Kindern“ möchte daher die Arbeit von Pater Andreas Waltermann und der Missionsstation, die Bauprojekte ankurbeln, unterstützen.
In dunklen, feuchten und vermüllten Räumen (kleine Fotos) fristen viele arme Familien in Albanien ihr Dasein. „Kinder helfen Kindern“ möchte daher die Arbeit von Pater Andreas Waltermann und der Missionsstation, die Bauprojekte ankurbeln, unterstützen.

Personelle Veränderungen gibt es aus dem Organisationsteam der Aktion „Kinder helfen Kindern“ zu vermelden. Die Sendenhorsterin Sabine Jung-Ender und die Wolbeckerin Christa Dunker , beide ehemalige Schülerinnen der Realschule St. Martin, werden künftig kräftig mit ins Rad greifen, um die Hilfsprojekte von „KhK“ zu unterstützen. Beide, so freut sich der Gründer der Hilfsaktion an der Realschule, Hermann-Josef Lewentz, engagieren sich schon seit vielen Jahren, wenn es darum geht, die Hilfstransporte vorzubereiten. Nun übernehmen sie auch organisatorische Verantwortung. Christa Dunker hat dabei künftig vor allem die finanziellen Fäden in der Hand, denn sie übernimmt das Amt der Kassenführerin von Ilga Wiechers.

Anfang Juni waren beide Frauen nun erstmals auch mit im albanischen Fushe Arrez. „Ich hatte mir das so arm nicht vorgestellt“, fasst Sabine Jung-Ender ihre Eindrücke zusammen. Besonders die Situation von Kindern und die Wohnsituationen der Ärmsten, sind ihr dabei im Gedächtnis geblieben. Dabei schildert sie den Besuch bei einer Familie, die derzeit im Rahmen des Hausbauprojektes, das von Pater Andreas Waltermann organisiert wird, unterstützt wird. Am Neubau sei soweit alles in Ordnung gewesen. Der Rohbau steht schon, berichten die Frauen. Doch als sie die Familie in ihrem alten „Zuhause“ besuchen wollten, habe sie der blanke Horror gepackt. Die zwei Kinder, die sie angetroffen hätten, hätten in einem Stall gehaust, berichten Jung-Ender und Dunker. Der Stall war zugemüllt und die Kinder völlig verdreckt. Von Erwachsenen oder den beiden weiteren Geschwistern sei weit und breit nichts zu sehen gewesen. Der Vater sei unterwegs und die kranke Mutter in Griechenland, um sich dort behandeln zu lassen, erfuhren sie.

„Die Familie braucht offensichtlich konkretere Betreuung“, meint Hermann-Josef Lewentz. Und diese soll nun der Fahrer von Pater Andreas übernehmen, sei beschlossen worden. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass das neue Haus nicht auch derart unter die Räder gerate.

Die Gäste aus Deutschland erfuhren aber auch, dass es anders geht. So war der Besuch bei einer weiteren Familie ein Lichtblick, beschreiben die Frauen von „KhK“. Die Familie saniert ihr Haus in Eigenregie. Derzeit gibt es ein neues Dach, bei dem „KhK“ helfen will. „Schon der supergepflegte Gemüsegarten zeigte uns, dass die Familie sich wirklich bemüht“, schildert Sabine Jung-Ender ihre Eindrücke.

Sehr gefreut haben sich die Sendenhorster über das Treffen mit Andersen Voci. Der 17-Jährige ist Schüler des Jesuiten-Gymnasiums in Shkoder und „Patenkind“ der SV an der Realschule St. Martin. „Andersen ist inzwischen zweitbester Schüler von 600 Gymnasiasten“, berichtet Hermann-Josef Lewentz. Daher hat sich Christa Dunker vorgenommen, dem jungen Mann einen ganz speziellen Wunsch zu erfüllen. „Andersen ist Bayern-Fan und sucht ein Trikot von Thomas Müller“, erzählt sie und zieht strahlend ihre inzwischen schon gemachte Beute aus der Tasche: das heiß ersehnte Trikot.

Das soll übrigens mit auf die Reise gehen, wenn der nächste Hilfstransport in diesem Monat auf die Reise geht. Doch für diesen Transport gibt es noch einige logistische Probleme zu lösen.

► siehe Info-Boxen: „Juli-Transport“ und „Gesucht wird“

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